Verhandlungen um Zukunft der AUA gehen weiter

Wirtschaftsprüfer könnten der AUA eine Nachfrist setzen

Montag, 18. Mai 2020 | 19:37 Uhr

Die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) könnten der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) eine Nachfrist für die derzeit laufenden Rettungspaket-Verhandlungen und die Fortbestehensprognose setzen. Dies berichteten mehrere Medien am Montagabend. Am Mittwoch berät der AUA-Aufsichtsrat die weitere Vorgehensweise.

Die Prüfer haben ein Gutachten erstellt, ob Österreichs größte Fluglinie wirtschaftlich überlebensfähig ist oder ob die Insolvenz droht. Am Montagnachmittag präsentierten die AUA-Manager den Wirtschaftsprüfern den Business-Plan für den Neustart. Das PwC-Gutachten wird kommenden Mittwoch dem AUA-Aufsichtsrat präsentiert. Die Fluggesellschaft wollte sich am Montagabend auf APA-Anfrage dazu nicht äußern und verwies auf ein geplantes Statement am Mittwoch nach der Aufsichtsratssitzung.

Die Wirtschaftsprüfer hatten dem AUA-Vorstand eigentlich bis 18. Mai Zeit gegeben, um konkrete Verhandlungsergebnisse mit der Republik Österreich über Staatshilfen und dem Personal über ein Sparpaket vorzulegen. Nur wenn diese Ergebnisse fixiert sind, soll es eine positive Fortbestandsprognose geben.

Das Gesamtpaket für die AUA soll im Großen und Ganzen stehen. “Jetzt kommt es darauf an, ob die Lufthansa die Verantwortung für die AUA übernimmt”, zitiert der “Kurier” (Dienstagsausgabe) ungenannte Verhandlerkreise.

Es gibt aber noch ein paar offene Punkte: Das betreffe vor allem die Frage, inwiefern der Staat künftig an der AUA oder Lufthansa beteiligt werde und welche Einflussmöglichkeit er für die Hilfszahlungen erhalte, schreibt die “Presse” (Dienstagsausgabe). Eine Insolvenz der Airline stehe jedenfalls unmittelbar nicht im Raum, hieß es aus Unternehmenskreisen zum Ö1-“Abendjournal”.

Seit mehreren Wochen verhandelt die AUA bereits mit der Regierung über Staatshilfen. Beantragt hat die Airline Ende April schließlich Hilfen in Höhe von 767 Mio. Euro. Auch von Belegschaft und Partnern wie dem Flughafen Wien werden Kostenschnitte verlangt.

Eine rasche Einigung scheint sich nicht abzuzeichnen. Klima- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) sagte am Montag vor Journalisten, die Gespräche mit der AUA würden voranschreiten. “Das heißt aber nicht, dass diese Gespräche heute, morgen oder übermorgen zu einem Abschluss kommen können.”

Von: apa

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