WKÖ-Chef Harald Mahrer ist Montag und Dienstag in Israel

WKÖ-Chef Mahrer reist mit 40 Unternehmern nach Israel

Sonntag, 15. Januar 2023 | 06:00 Uhr

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer bereist am kommenden Montag und Dienstag mit rund 40 Vertretern heimischer Unternehmen Israel “um Türen für unsere Wirtschaft zu einem ebenso chancenreichen wie innovativen Markt zu öffnen”. Israel sei ein Absatzmarkt für heimische Spitzentechnologie und biete Know-how der Forschungs- und Startup-Landschaft. Es handle sich um die größte WKÖ-Delegation seit vielen Jahren.

“Vor allem in den Bereichen Umwelttechnik, Abfallwirtschaft oder Energiewirtschaft sind die Erfahrung und Innovationskraft österreichischer Betriebe stark nachgefragt”, so Mahrer vor der Abreise in Wien. Er rechnete vor: “Die EU ist mit einem Anteil von 26 Prozent der wichtigste Exportmarkt für Israel, 35 Prozent der Importe des Landes stammen aus der EU – da gibt es also ordentlich Potenzial.”

Für Digitalisierungs-Staatssekretär Florian Tursky (ÖVP) ist Israel besonders im Bereich Cybersicherheit, bei Energietechnologien oder auch im Einsatz von Künstlicher Intelligenz “ein absoluter Innovationstreiber, von dem wir viel lernen können”. “Daher möchte ich die Zukunftsreise gemeinsam mit der Wirtschaftskammer nutzen, um die Zusammenarbeit im Bereich Innovation und Technologie zwischen Österreich und Israel zu stärken”, so Tursky.

Mordechai Rodgold, Israels Botschafter in Wien verwies ebenfalls auf das große technologische Know-how seines Staates. “Die Klimaziele der israelischen Politik sind ähnlich gestaltet wie jene Österreichs und der EU – das Nullemissionsziel ist für 2050 geplant. Es wird eine ganze Reihe von Maßnahmen gesetzt, um diese Ziele zu erreichen. Für Österreich ergibt sich daher die Chance, führende Unternehmen in diesem Bereich zu treffen bzw. voneinander zu lernen”, so Rodgold.

In Zahlen gegossen heißt das: “Die Exporte nach Israel werden 2022 die halbe Milliarde überschreiten, wir reden von rund 550 Mio. Euro. Zählt man die Dienstleistungsexporte dazu, kommen wir sogar auf knapp die Milliarde”, erklärte Markus Haas, Wirtschaftsdelegierter in Tel Aviv.

2021 hat Israel ein Rekord-Wirtschaftswachstum von 8,6 Prozent hingelegt, getrieben von den eigenen Gasreserven und der starken Nachfrage nach Rüstungsgütern. Für das Gesamtjahr 2022 wird das Wachstum momentan auf rund 6 Prozent geschätzt, so Haas.

Von: apa

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