Der Umsatz des Onlinehändlers kletterte auf 1,85 Mrd. Euro

Zalando während Coronakrise mit Umsatzplus von 22 Prozent

Mittwoch, 04. November 2020 | 09:45 Uhr

Der Online-Modehändler Zalando ist dank steigender Bestellungen im Internet mitten in der Coronakrise deutlich gewachsen. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um 22 Prozent auf 1,85 Mrd. Euro, teilte das Berliner Unternehmen am Mittwoch mit. Das bereinigte Betriebsergebnis legte auf 118,2 Mio. Euro zu nach lediglich 6,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Analysten haben im Schnitt mit einem Umsatz von 1,86 Mrd. Euro und einem Betriebsergebnis von 88 Mio. Euro gerechnet. Erst Anfang Oktober hatte das im MDax gelistete Unternehmen seine Jahresprognose angehoben und dabei bereits Spannen für die Quartalszahlen mitgeteilt. Die Zalando-Aktie hat in diesem Jahr bereits mehr als 70 Prozent zugelegt.

Zalando profitiert von der zunehmenden Digitalisierung und der neuen Selbstverständlichkeit, Kleidung im Netz zu kaufen. Nach einem kurzen Dämpfer zum Ausbruch der Pandemie gewann das Unternehmen neue Kunden, die auch weniger Ware wieder zurückschickten, wodurch sich die hohen Retourenkosten reduzierten. Um Einzelhändlern zu helfen und das eigene Angebot auszubauen, will Zalando im kommenden Jahr die Zahl der an die eigene Plattform angebundenen Geschäfte verdreifachen. Bis Ende des ersten Quartals 2021 würden für solche Partner keine Provisionen fällig.

Anders erging es hingegen der britischen Warenhauskette Marks & Spencer. Sie verbuchte wegen der Coronakrise den ersten Verlust ihrer 94-jährigen Börsengeschichte. Der Vorsteuerverlust in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres betrage 17,4 Mio. Pfund (19,3 Mio. Euro) verglichen mit einem Gewinn von 176 Mio. in der Vorjahresperiode, teilte das Unternehmen mit. Analysten waren allerdings von einem Minus von 59 Mio. Pfund ausgegangen. Wegen der Coronaviruskrise brachen vor allem die Kleiderverkäufe ein.

Von: APA/ag.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Zalando während Coronakrise mit Umsatzplus von 22 Prozent"


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Mac
Mac
Tratscher
19 Tage 10 h

Liebe leute hört auf alles im internet zu kaufen, wenn ihr nicht wollt das wir keine Betriebe mehr in unseren kleinen dörfer haben, es ist traurig genug das wir wieder schließen mussten, aber nochtrauriger macht es mich wenn ich sehe wieviele Kurierdienste sich bei der ersten welle in unserem Dorf befunden haben. Jeder kauft mal was im Internet das ist zu verstehen aber bitte schaugs auch auf unsere Kleinbetriebe gerade in dieser schweren zeit. Wenn es so weiter geht stehen 20-30% dieser Geschäfte vor der Schließung etwa 100-200 Angestellte vor der Entlassung, bedenkt das

LisaMariee
LisaMariee
Tratscher
19 Tage 11 h

Dafür hobn di lokalen Gschäfte ibrol a UmsatzMINUS gemocht..

Gudrun
Gudrun
Superredner
19 Tage 10 h

einer lacht immer !!

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
19 Tage 54 Min

Solidarität mit dem heimischen Einzelhandel wäre schön. Aber leider nur ein Traum…

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