Jahresversammlung

Zimmerer: “Unsere Preise sind fair kalkuliert”

Donnerstag, 16. April 2015 | 16:11 Uhr

Bozen – Das Zimmererhandwerk punktet in Südtirol mit ausgeprägter Qualität. Umso mehr sollte blindes Preisdumping vermieden werden. Diese war eine der zentralen Botschaften der diesjährigen Jahresversammlung der Zimmerer im lvh.

Sowohl die Qualität als auch der Markt werden durch Preisdumping zerstört. Mit diesem Problem kämpfen seit geraumer Zeit viele Südtiroler Zimmereibetriebe. „ Durch radikal unterbotene Preise werden sowohl der Markt, die Unternehmen als auch die Qualität ruiniert. Dies wirkt sich dann wiederum negativ auf den Kunden aus“, erklärte der Obmann der Zimmerer Richard Nagler im Rahmen der Jahresversammlung. Er forderte die Unternehmen auf, sich nicht dem gegenseitigen Preiskampf hinzugegeben, sondern auch weiterhin erste Qualität zu liefern und faire Preise zu gestalten. Nur auf diese Weise könnten auch in Zukunft Arbeits- und Ausbildungsplätze angeboten und das Angebotsspektrum der Zimmerer ausgebaut werden.

Im Bereich der Ausbildung will sich die lvh-Berufsgemeinschaft auch weiter stark machen. „Die duale Berufsausbildung darf auf keinen Fall unter die Räder kommen. Sie bietet nicht nur Jugendlichen Perspektiven, sondern ist auch für unseren Wirtschaftszweig und unsere Innovationskraft wichtig“, so Nagler. Nachdem gut qualifizierte Mitarbeiter die Grundvoraussetzung für den betrieblichen Erfolg sind, müsse alles daran gesetzt werden, junge Burschen und Mädchen für das Handwerk zu begeistern.

Weitere Programmpunkte der Jahresversammlung waren eine Betriebsvorstellung von Christian Kemenater, Geschäftsführer von Sarner Holz sowie Fachvorträge von Hansjörg Letzner, Fachexperte für Bauvergaben und Lorenz Tinkhauser, Steuerexperte im lvh.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen