Von: importer
In Ecuador sind bei zwei Gefängnisrevolten insgesamt acht Häftlinge ums Leben gekommen. Zehn weitere seien verletzt worden und befänden sich in medizinischer Behandlung, teilte die ecuadorianische Gefängnisaufsichtsbehörde (Snai) auf der Plattform X mit. Vier Menschen starben in der Justizvollzugsanstalt Cotopaxi Nr. 1 und weitere vier in der Untersuchungshaftanstalt Pichincha Nr. 1. Beide Gefängnisse sind in der zentralen Bergregion des südamerikanischen Landes gelegen.
Zu den Ursachen der Unruhen machte die Behörde keine Angaben. Die mutmaßlichen Beteiligten an den Vorfällen seien identifiziert worden und würden in das Hochsicherheitsgefängnis “El Encuentro” in der Küstenprovinz Santa Elena überführt, teilte die Behörde weiter mit.
Innenminister mit nebulöser Anspielung
Innenminister John Reimberg versuchte einen Zusammenhang mit der Verhaftung der ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Luisa González herzustellen: “Heute, genau an dem Tag, an dem Luisa González (…) festgenommen wurde, kam es in Gefängnissen des Landes zu zwei Aufständen, bei denen Menschen ums Leben kamen. Zufall? Jeder möge seine eigenen Schlüsse daraus ziehen”, so der Minister auf X, der seine Andeutungen aber nicht näher ausführte.
Klar sei jedenfalls, dass die Regierung in Ecuador nicht zulassen werde, dass “das organisierte Verbrechen oder seine politischen Verbündeten” den Staat herausforderten. “Über das Gesetz lässt sich nicht verhandeln. Die Ordnung wird nicht aufgegeben”, gibt sich Reimberg entschlossen.
Ecuador erlebte bereits in der Vergangenheit Gewaltausbrüche in seinen Gefängnissen. Diese sind häufig überfüllt und werden von rivalisierenden Banden kontrolliert.




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