Trient – Die Finanzpolizei und die Lebensmittelschutzbehörde I. C. Q. R. F. sind aufgrund eines Vollstreckungsbefehls der Trientner Staatsanwaltschaft gegen drei Angestellte eines bekannten Weinbaubetriebs im Trentino vorgegangen. Den Beschuldigten wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Handelsbetrug und der Verkauf von Wein unter falschen Angaben vorgeworfen. Bei Kontrollen stießen die Ermittler im Weinkeller auf unzulässig eingesetztes Vegetationswasser aus der Umkehrosmose, das ohne Meldung verarbeitet worden war. Anschließende Laboranalysen enttarnten weitere Unregelmäßigkeiten: Weine, die mit dem Etikett „geschützte geographischer Angabe“ versehen waren, entsprachen weder der angegebenen Herkunft aus dem Trentino noch dem deklarierten Jahrgang. Durch das Herabsetzen der Produktionskosten und den Verkauf minderwertigen Weins als Premiumprodukt verschafften sich die Beschuldigten erhebliche finanzielle Vorteile. Die Ermittler betonen, dass durch solche Machenschaften nicht nur Verbraucher getäuscht werden, sondern auch das Ansehen und die Wirtschaft der gesamten Weinregion Schaden nehmen. Nach der Durchsuchung, die die Finanzpolizei durchgeführt hat, liegt nun der Ball bei der Staatsanwaltschaft, die darüber entscheiden muss, ob Anklage erhoben wird.