Trient - Egal, ob es um ein gemeinsames Krankenhaus, eine grenzgeteilte Stadt, die Verbindung zwischen Festland und Inselgruppe oder um wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Entwicklung geht: Der Faktor Autonomie ist oft ein treibender Vorteil für grenzübergreifende Zusammenarbeit – nicht nur in der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino, sondern in vielen anderen Gebieten an innereuropäischen Grenzen. Etliche davon haben sich zu einem Europäischen Verbund Territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) zusammengeschlossen. Dank einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2006 werden sie so zu einer eigenen Rechtspersönlichkeit, was die Möglichkeiten grenzübergreifende Zusammenarbeit deutlich erweitert. Anlässlich des 80. Jahrestags des Pariser Abkommens "Gruber-De Gasperi" hat die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino verschiedene EVTZ aus den Grenzgebieten Italien-Österreich, Italien-Slowenien, Frankreich-Spanien und Spanien-Portugal zu einer Tagung über die "Autonomie als Werkzeug zur Stärkung der territorialen Zusammenarbeit" eingeladen. Der Trentiner Landesrat zur Förderung der Kenntnis der Autonomie, Simone Marchiori wird die Tagung vom 27. Oktober 2026 (ab 14. 00 Uhr) bis 28. Oktober (bis 12. 45 Uhr) im Castello del Buonconsiglio, Sala delle Marangonerie, Trient, via Bernardo Clesio 5 gemeinsam mit der Trentiner Vertreterin im Euregio-Generalsekretariat, Elisa Bertò eröffnen. Mit Exponentinnen und Exponenten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft – darunter Professor Francesco Palermo (Universität Verona und Eurac Research), Martín Guillermo Ramírez (Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen AEBR, online), Professorin Esther Happacher (Universität Innsbruck) und der Philosophin Gabrielle Halpern (assoziierte Expertin der Stiftung Jean Jaurès) – werden die EVTZ-Spitzenkräfte ihre Erfahrungen und Vorzeigeprojekte vorstellen und überlegen, wie man von diesen Modellen lernen und sie weiterentwickeln kann.