Meran – Nach dem Brand im Werk von MEMC Electronic Materials – GlobalWafers in Novara am 20. Juli hat das Unternehmen einen Plan zur schrittweisen Wiederaufnahme der Produktion angekündigt. Die Auswirkungen betreffen auch den Standort in Meran, wo aufgrund der geringeren Produktionsmengen im 200-mm-Bereich ebenfalls Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten eingeleitet wurden. Ziel ist es, die betroffenen Menschen zu begleiten und die Voraussetzungen für eine schrittweise Wiederaufnahme der Produktion zu schaffen. Die Brandursache wird derzeit noch von den zuständigen Behörden untersucht. Gemeinsam mit dem Management und den Technikern von MEMC-GlobalWafers führen sie alle erforderlichen Prüfungen durch, um den genauen Hergang des Ereignisses zu rekonstruieren. MEMC Electronic Materials - GlobalWafers arbeitet an einem operativen Plan zur Wiederaufnahme des Betriebs und zur schrittweisen Wiedereingliederung der betroffenen Beschäftigten. Gleichzeitig werden alle erforderlichen Unterstützungsmaßnahmen gewährleistet und der kontinuierliche Austausch mit den Arbeitnehmervertretungen fortgeführt. „Wir arbeiten an einem Plan, der eine möglichst rasche Wiederaufnahme des Betriebs und die schrittweise Wiedereingliederung der betroffenen Beschäftigten ermöglichen soll. In dieser Phase gilt unser besonderes Augenmerk den Menschen. Dazu setzen wir auf einen kontinuierlichen Austausch mit den Gewerkschaften und auf einen gemeinsam getragenen Weg, um diese Situation verantwortungsvoll zu bewältigen“, erklärt Edgardo Pistoia, Personalleiter des Werks in Novara. Die betroffenen 200-mm-Anlagen bleiben derzeit - wie bereits vor dem Ereignis aus organisatorischen Gründen vorgesehen - bis zum 6. August außer Betrieb. Aufgrund des Ereignisses vom 20. Juli wird die Produktion auch in den darauffolgenden Wochen, mindestens bis September, ausgesetzt bleiben. Dann werden auf Grundlage des Fortschritts der Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten, die bereits am Tag nachdem Ereignis begonnen haben, sowie der Ergebnisse der Prüfungen durch die zuständigen Behörden weitere Entscheidungen über die Wiederaufnahme der Tätigkeiten getroffen.“ Im Rahmen der Gespräche mit den Gewerkschaften am 30. und 31. Juli, die in einer konstruktiven und äußerst kooperativen Atmosphäre stattfanden, wurde der Stand der laufenden Maßnahmen erörtert und das Verfahren zur Beantragung der ordentlichen italienischen Lohnausgleichskasse (Cassa Integrazione Guadagni Ordinaria, CIGO) für rund 900 Beschäftigte eingeleitet, da potenziell alle Mitarbeitenden betroffen sein könnten. Der Antrag betrifft sowohl das Werk in Novara als auch das Werk in Meran und stellt eine Schutz- und Unterstützungsmaßnahme für die Beschäftigten dar. Sie ist erforderlich, weil die Produktion infolge des Brandes trotz des Engagements und des Willens aller Beteiligten leider nicht kurzfristig wieder in vollem Umfang aufgenommen werden kann. Kampf um Produktion und Arbeitsplätze In einer ersten Phase könnten rund 500 Personen betroffen sein (darunter 129 Beschäftigte aus den Abteilungen, in denen der Brand ausbrach). Da am Standort Meran die Produktionsmengen im 200-mm-Bereich deutlich zurückgehen werden, die Fertigung der anderen Durchmesser (150 mm und 300 mm) jedoch fortgesetzt wird, und da im Werk Novara bereits ein Teil des Personals am Wiederherstellungsplan arbeitet, der den Neustart des Großteils der 200-mm-Produktionslinie ermöglichen soll, könnte sich die tatsächliche Zahl der Betroffenen verringern. Die CIGO wird dazu beitragen, diese Übergangsphase zu überbrücken und die Beschäftigten während der erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen zur vollständigen Wiederherstellung der Produktion zu schützen. Dabei ist eine schrittweise Wiederaufnahme der durch den Brand beeinträchtigten Arbeitsprozesse vorgesehen. Alle betroffenen Beschäftigten werden vom Unternehmen persönlich kontaktiert, um sie präzise über den vorgesehenen Ablauf, die praktischen Modalitäten und die geplanten Schutzmaßnahmen zu informieren. Diese Maßnahmen werden derzeit geprüft und könnten - für die Dauer der Wiederherstellung der beschädigten Anlagen - auch eine vorübergehende Versetzung von Beschäftigten an andere Standorte der Gruppe vorsehen, um die Beschäftigungskontinuität zu sichern, Kompetenzen auszubauen und die Auswirkungen auf die Belegschaft zu begrenzen. Mauro Bertolini, Personalleiter des Werks in Meran, erklärt: „Die Gespräche fanden in einer konstruktiven und kooperativen Atmosphäre statt. Dadurch konnten sowohl die Auswirkungen des Brandes auf die Produktionsplanung des Werks in Meran als auch die zum Schutz der Beschäftigung erforderlichen Maßnahmen transparent erörtert werden. Im Verlauf des Treffens wurde das im Verfahren zur Inanspruchnahme der ordentlichen Lohnausgleichskasse (CIGO) vorgesehene Protokoll der gewerkschaftlichen Konsultation unterzeichnet. Dies bestätigt den gemeinsamen Willen, diese Phase verantwortungsvoll, im Dialog und mit besonderer Aufmerksamkeit für die Menschen zu gestalten und den kontinuierlichen Austausch über die Wiederherstellungsmaßnahmen und die schrittweise Wiederaufnahme der Produktion fortzusetzen.“ Das Unternehmen plant, im Laufe des Monats September über den Wiederanlauf- und Wiederherstellungsplan zu informieren, und zwar auf Grundlage des Fortschritts der Maßnahmen, die unmittelbar am Tag nach dem Ereignis eingeleitet wurden. „Unser Ziel“, so Pistoia abschließend, „ist es, weiterhin einen transparenten Dialog mit den Beschäftigten, den Institutionen, den Gewerkschaften und der Region zu führen und unser Engagement für verantwortungsvolles Handeln, Sicherheit und Umweltschutz zum Schutz der Beschäftigung und des Standorts zu bekräftigen - so, wie wir es in den vergangenen 50 Jahren unserer Präsenz in Novara und Meran umfassend unter Beweis gestellt haben.“