Nach dem Beginn der Waldrodung für ein neues Dosenwerk für Red Bull hat im deutschen Baruth/Mark südlich von Berlin eine Gruppe von Umweltschützer gegen das Projekt protestiert. "Wohl aus Angst vor Protesten und anstehenden Gerichtsverfahren schafft Red Bull Fakten", hieß es von der Initiative "Ressourcenbündnis Baruth". "Nach der Genehmigung und Veröffentlichung durch die Gemeindeverwaltung Ende Oktober ließ Red Bull damit keine Zeit bis zur Rodung verstreichen."Insgesamt sollen für das Dosenwerk des Salzburger Herstellers rund 17 Hektar Kiefernwald weichen. Die Arbeiten hatten laut einer Unternehmenssprecherin am Montag begonnen. Das Gelände ist abgesperrt. Protest gibt es auch wegen des Wasserverbrauchs. Die Getränkehersteller Rauch und Red Bull wollen ihren Standort rund 50 Kilometer südlich von Berlin vergrößern. Umweltschützer lehnen Dosenwerk abRed Bull habe mit dem schnellen Beginn der Arbeiten gezeigt, wie das Unternehmen mit Bedenken aus der Bevölkerung und von Naturschutzverbänden umgehe, sagte Petra Liesenfeld von der Bürgerinitiative. Auf der gerodeten Fläche versammelten sich zum Protest rund 30 Menschen. Eine Fabrik, die Aluminium und chemische Stoffe verarbeite, sollte nicht im Wasserschutzgebiet entstehen, so Liesenfeld."Der in Kraft getretene Bebauungsplan schafft Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des Produktionscampus", sagte Projektkoordinator Björn Hofbauer. "Die künftige Baufläche wird durch neue Wald- und Grünflächen in sechsfacher Größe ausgeglichen. 98 Prozent dieser Flächen liegen im direkten Umland von Baruth", hieß es. Erinnerung an Tesla-WerkÜber einen Eilantrag des Umweltverbandes Grüne Liga gegen den bereits beschlossenen Bebauungsplan der Stadt ist bisher vor Gericht nicht abschließend entschieden. Allerdings hatte das Oberverwaltungsgericht zuvor den Antrag auf eine Zwischenverfügung abgelehnt, mit der die Grüne Liga den Beginn der Waldrodung vorerst stoppen wollte. Bei Tesla im märkischen Grünheide hatten Umweltaktivisten einen deutschen Wald monatelang besetzt, um gegen die Abholzung zu protestieren.