Gröden - Die Landesregierung hat am 4. September das Raumprogramm für den Abbruch und den Neubau der Regensburger Hütte genehmigt. Der historische alpine Stützpunkt auf 2. 040 Metern Meereshöhe im Naturpark Puez-Geisler in Gröden befindet sich im Eigentum des Landes Südtirol. „Der Eingriff sieht eine Gesamtinvestition von 10,45 Millionen Euro vor und wird es ermöglichen, die Struktur hinsichtlich Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Funktionalität auf einen modernen Standard zu bringen", betont Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi. Technische Überprüfungen im Auftrag des Landes haben ergeben, dass die bestehenden Gebäude erhebliche statische und brandschutztechnische Mängel aufweisen und den geltenden Vorschriften nicht mehr entsprechen. Aus der Analyse ging zudem hervor, dass eine umfassende Sanierung weder aus technischer noch aus wirtschaftlicher Sicht tragbar wäre. Deshalb sollen die bestehenden Bauten abgerissen werden und an deren Stelle soll ein neues, kompaktes Gebäude errichtet werden. Tradition wird neu interpretiert Die neue Schutzhütte soll überwiegend in Holzbauweise gebaut werden und die Architektur der traditionellen Almhütten neu interpretieren. Das Vorhaben umfasst zudem nachhaltige Energiesysteme, darunter eine Photovoltaikanlage und eine Pelletheizung. Vorgesehen sind im neuen Gebäude 79 Schlafplätze sowie rund 308 Quadratmeter an Nebenflächen. "Der Neubau der Regensburger Hütte wird es ermöglichen, den historischen und landschaftlichen Wert des alpinen Stützpunkts zu bewahren und gleichzeitig ihre volle Funktionalität sowie die Nutzung durch künftige Generationen von Bergwanderinnen und Bergwanderern sicherzustellen", erklärt Bianchi. Mit dem genehmigten Beschluss hat die Landesregierung die nächsten Planungs- und Umsetzungsphasen des Vorhabens eingeleitet und zugleich die Finanzierung des gesamten Projekts durch die bereits im Landeshaushalt verfügbaren Mittel bestätigt.