Neumarkt - In Neumarkt ist ein mehr als dreistündiges Treffen zwischen der SVP-Parteispitze und dem Bezirksausschuss Unterland zur umstrittenen Neueinteilung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Vertreter des Bezirks bekräftigten ihre ablehnende Haltung, wollen nun aber zunächst die Entscheidung des Parlaments zur Wahlrechtsreform abwarten, die kommende Woche im Senat beraten wird. Bezirksobmann Norbert Mayr betonte, der Meinungsaustausch mit Parteiobmann Dieter Steger und der Parteispitze sei wichtig gewesen. Ziel bleibe es, eine Teilung des Wahlkreises zu verhindern. Kritiker sehen in der von Alessandro Urzì vorgeschlagenen Neueinteilung eine mögliche Begünstigung der italienischen Sprachgruppe. Steger räumt Fehler ein SVP-Obmann Dieter Steger will versuchen, die durch den Urzì-Antrag angestoßene Neueinteilung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland im Senat rückgängig machen. Gleichzeitig räumt er ein, die Kritik aus dem Unterland nicht früh genug berücksichtigt zu haben. Nach dem Treffen in Neumarkt erklärte Steger im Radiointerview auf Rai, das Unterland sei keine Verhandlungsmasse; gleichzeitig müsse die SVP aber die parlamentarische Vertretung ganz Südtirols sichern, darunter zwei Senatssitze, die Kammervertretung und einen fairen Zugang zum Verhältniswahlrecht. Seine umstrittene Abwesenheit bei der Gesamtabstimmung in der Abgeordnetenkammer begründete er damit, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien und die SVP auf die restliche Legislaturperiode im Senat setze. Dort wolle man mit Änderungsanträgen erreichen, dass die Teilung der Gemeinden im Unterland nicht umgesetzt wird.