Natz-Schabs - Die Arbeiten an der Riggertal-Schleife sind zu mehr als der Hälfte abgeschlossen. Davon überzeugten sich Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Vertreterinnen und Vertreter vom italienischen Schienennetzbetreiber RFI (Rete Ferroviaria Italiana), der STA (Südtiroler Transportstrukturen AG), der Landesabteilung Mobilität sowie die Bürgermeister der betroffenen und angrenzenden Gemeinden bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle. Im Mittelpunkt des Treffens standen der aktuelle Stand der Arbeiten, bereits abgeschlossene Bauphasen und die nächsten Schritte des Infrastrukturprojekts. Der Austausch mit den Gemeinden diente dazu, über die weiteren Arbeiten und Etappen zu informieren. Die neue Bahnverbindung wird rund 3,8 Kilometer lang sein und die Pustertalbahn direkt mit der Brennerbahn verbinden. Ziel ist es, die Bahnverbindungen zwischen dem Pustertal, Brixen, Bozen und dem übrigen Bahnnetz zu verbessern. "Bei der Riggertal-Schleife wird häufig vor allem an die neue Brücke gedacht. Das Projekt umfasst jedoch weit mehr", betonte Mobilitätslandesrat Alfreider. "Das Projekt umfasst fast vier Kilometer neue Bahnstrecke mit Tunneln, die Unterquerung der Autobahn, die Verlegung von Gleisanlagen der Brennerbahn und die neue Eisackquerung." Alfreider verwies zudem auf die technische Komplexität des Vorhabens und würdigte die Arbeit der beteiligten Unternehmen sowie aller Fachkräfte auf der Baustelle. Die Trasse verläuft durch einen anspruchsvollen Bereich, in dem Bahnlinie, Autobahn, Staatsstraße und Eisack auf engem Raum zusammentreffen. Deshalb werden die einzelnen Bauphasen so koordiniert, dass Beeinträchtigungen der bestehenden Infrastrukturen möglichst gering bleiben. Giuseppe Romeo vom italienischen Schienennetzbetreiber RFI (Direzione Investimenti Area Nord Est) erklärte, dass der Gesamtfortschritt des Projekts bereits mehr als 50 Prozent erreicht habe. Im Laufe des Jahres seien mehrere wichtige Bauabschnitte abgeschlossen worden. Dazu zählen die Wiederinbetriebnahme der Pustertalbahn, die Wiederherstellung der vom Bau betroffenen Staatsstraße sowie die Verlegung von rund zwei Kilometern der Brennerbahn. Dadurch wurde der notwendige Platz für die künftige Bahnverbindung geschaffen. "Die Arbeiten schreiten planmäßig voran", sagte Romeo. "Ein Großteil des Tunnels ist bereits ausgebrochen. In den kommenden Monaten wird der Großkran für den Einbau der Eisenbahnbrücke über den Eisack aufgestellt. Bis November soll außerdem die Verlegung eines Abschnitts der Brennerautobahn abgeschlossen werden." Im Rahmen des Lokalaugenscheins analysierten die Fachleute von RFI, STA und der Landesabteilung Mobilität auch den Stand der einzelnen Bauabschnitte sowie die Koordinierung der nächsten Arbeitsschritte gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden. Für Landesrat Alfreider ist die Riggertal-Schleife ein zentrales Element für die Weiterentwicklung des Bahnverkehrs in Südtirol: "Es handelt sich um ein anspruchsvolles, aber grundlegendes Projekt. Das Ergebnis wird eine direktere und leistungsfähigere Bahnverbindung sowie bessere Anschlüsse zwischen dem Pustertal, Brixen, Bozen und dem übrigen Bahnnetz sein."