Von: Matthias Knapp
Brixen – Die Verantwortliche für den Bereich Seniorinnen und Senioren in der Volksanwaltschaft, Vera Tronti Harpf, war kürzlich zu Gast beim Seniorenklub Brixen. Dort stellte sie dem Vorstand die aktuellen Herausforderungen, Perspektiven und Handlungsschwerpunkte der Seniorenarbeit in Südtirol vor und erläuterte den Beitrag sowie die Rolle der Volksanwaltschaft. Im Mittelpunkt ihres Beitrags stand die zunehmende Bedeutung seniorenpolitischer Themen in einer Gesellschaft, die durch eine fortschreitende Alterung der Bevölkerung geprägt ist. Die im Rahmen der täglichen Arbeit der Volksanwaltschaft gesammelten Erfahrungen zeigen deutlich, so die Verantwortliche, dass Seniorinnen und Senioren einen bedeutenden Teil jener Bürgerinnen und Bürger ausmachen, die sich an die Institution wenden, um Unterstützung und Beratung zu erhalten.
„Seniorinnen und Senioren sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag in Familien, Vereinen, in der Betreuung der Enkelkinder und im sozialen Miteinander. Gleichzeitig stehen viele ältere Menschen vor Herausforderungen, die besondere Aufmerksamkeit und passende Unterstützungsangebote erfordern“, betonte Tronti Harpf.
Ein Schwerpunkt ihres Referats lag auf den Auswirkungen des demografischen Wandels. Dabei stellte sie zentrale Fragen in den Raum, die Politik, Verwaltung und Gesellschaft in den kommenden Jahren zunehmend beschäftigen werden: Wie kann Gesundheit möglichst lange erhalten bleiben? Wie können Mobilität und soziale Teilhabe gefördert werden? Welche Unterstützungsangebote braucht es im Pflege- und Betreuungsbereich? Und wie kann Einsamkeit im Alter vermieden werden?
Darüber hinaus verwies Tronti Harpf auf die Bedeutung einer guten Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren der Seniorenarbeit. Das Landesgesetz zum Aktiven Altern, der Landesseniorenbeirat, die Seniorenbeiräte auf Gemeindeebene, soziale Dienste, das Amt für Senioren und Sozialsprengel sowie die Ombudsstellen verfolgten gemeinsam das Ziel, die Anliegen älterer Menschen sichtbar zu machen und die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu stärken.
Anhand einiger konkreter Fälle aus ihrer Beratungstätigkeit veranschaulichte Tronti Harpf die Problemstellungen, mit denen ältere Menschen am häufigsten konfrontiert sind: von Wohn- und Vermögensfragen über das Erbrecht und die Sachwalterschaft beziehungsweise Erwachsenenvertretung bis hin zu Konfliktsituationen, in denen Mediation und persönliche Begleitung eine entscheidende Unterstützung bieten können.
Besonders wichtig ist zudem die Zugänglichkeit öffentlicher Dienstleistungen. „In einer zunehmend digitalisierten Welt darf der menschliche Kontakt nicht verloren gehen. Aus diesem Grund setze ich mich für einen weiteren Ausbau der Sprechstunden und Beratungsangebote vor Ort ein“, hob Tronti Harpf hervor.
Der Präsident des Seniorenklubs Brixen, Sepp Kirchler, dankte Tronti Harpf für ihren Besuch und ihren wertvollen Einsatz für ältere Menschen. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung der Einrichtung einer monatlichen Beratungssprechstunde in Brixen. Das Treffen mit dem Vorstand des Seniorenklubs Brixen bot eine wichtige Gelegenheit zum Austausch über die Lebensrealitäten älterer Menschen sowie über Möglichkeiten, ihre Anliegen und Bedürfnisse künftig noch stärker in den Mittelpunkt gesellschaftlicher und politischer Entscheidungsprozesse zu rücken.
„Rechtliche und administrative Arbeit ist für mich vor allem Dienst am Menschen. Dafür braucht es Fachkompetenz, Verantwortung und die Bereitschaft zuzuhören“, fasste Tronti Harpf abschließend zusammen.




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