Der frühere Formel-1-Weltmeister Alan Jones ist tot. Der Australier starb im Alter von 80 Jahren nach kurzer Krankheit, wie seine Frau Amanda Butler-Davis mitteilte. Bis heute ist er der letzte australische Weltmeister der Königsklasse - und in seiner Heimat eine Legende. Erst am Montag hatte Jones seinen runden Geburtstag gefeiert. Er hinterlässt seine Frau und sechs Kinder. Mit dem Rennstall Williams holte Jones 1980 den WM-Titel und wurde damit nach Jack Brabham der zweite Australier, dem dies gelang. In seiner Formel-1-Karriere fuhr er zwölf Grand-Prix-Siege ein, fünf davon in seiner Meisterschaftssaison. Zu seinen Erfolgen zählten Siege in Argentinien, Frankreich, Großbritannien, Kanada und den USA. Beim Österreich-GP in Spielberg wurde er Zweiter. Dort war ihm drei Jahre zuvor mit einem Sieg sein sportlicher Durchbruch gelungen. Ein Leben für den RennsportSein Debüt in der Königsklasse gab Jones 1975 für das Hesketh-Team. Nach Stationen bei Graham Hill und Surtees wechselte er 1977 zu Shadow, wo ihm in Spielberg sein erster Grand-Prix-Sieg gelang. Bei Williams kam schließlich der große Erfolg: Jones war der erste F1-Pilot, der mit dem britischen Team Weltmeister wurde. Nach einem Sieg beim Saison-Finale auf dem Caesars Palace Grand Prix Circuit in den USA trat er 1981 zurück - kehrte aber sporadisch noch einige Male zurück. Sein letztes Formel-1-Rennen bestritt er im Jahr 1986. Insgesamt gelangen ihm zwölf Grand-Prix-Siege, zwei davon in Österreich. Auch nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb Jones dem Motorsport verbunden. In Australien arbeitete er viele Jahre als Formel-1-Kommentator. Seine Familie würdigte ihn als leidenschaftlichen Rennfahrer, der den Sport geprägt habe. "Alan hat sein Leben dem Motorsport gewidmet und ein Vermächtnis geschaffen, das durch die unzähligen Menschen, die er auf seinem Weg berührt hat, weiterleben wird", schrieb seine Frau.