Die Wiener Austria hat ein starkes Debüt in der Ligaphase der Frauen-Fußball-Champions-League hingelegt. Österreichs Meister forderte Englands Topclub Chelsea am Mittwoch an der Plough Lane des AFC Wimbledon in London über die gesamte Distanz voll, zog am Ende aber doch mit 0:1 den Kürzeren. Den Ausschlag gab ein früher Treffer von Wieke Kaptein (11.). Kommenden Donnerstag geht es in der Generali Arena mit Inter Mailand gegen einen italienischen Topclub weiter."Wir wollen mutig sein und unsere Farben gut vertreten", hatte Austria-Coach Stefan Kenesei vor der Partie angekündigt. Und genau das setzte sein Team auch in die Tat um. Statt nur mit dem Ansinnen, hinten dicht zu machen, traten die Wienerinnen mit einer offensiven 3-4-3-Formation auf, störten die Gegnerinnen mit aggressivem Anlaufen früh und sorgten damit für ein über weite Strecken ausgeglichenes Spielgeschehen. Der einzige Treffer fiel auch ein bisschen aus dem Nichts heraus, ein Schuss von Kaptein aus rund 18 Metern fand via Unterkante der Latte den Weg ins Tor und war für Jasmin Pal unhaltbar. Katharina Schiechtl brachte wenig später einen Kopfball nach einem Corner nicht aufs Tor (14.). Englands achtfacher Meister war nur in einer rund zehnminütigen Phase in Hälfte eins ab Minute 20, kurz nachdem Keira Walsh verletzt ausgewechselt werden musste, richtig überlegen. Da wurden vor allem auch die Geschwindigkeitsvorteile von Chelsea ersichtlich. Alyssa Thompson (25.) und Melvine Malard (28.) verabsäumten es da, nachzulegen. Genauso lag in der Folge auf der anderen Seite der Ausgleich in der Luft. Livia Peng ließ eine Uka-Hereingabe aus, Virginia Kirchberger brachte den Abstauber aber nicht aufs Tor (32.). Zudem zielte Louise Schöffel nach einem Solo hauchdünn vorbei (40.). Uka hatte bei Stangenschuss PechNach dem Seitenwechsel hielt die Austria weiter voll dagegen. Pal bewahrte ihr Team bei einem Kaptein-Schuss (60.) vor einem höheren Rückstand. Doch auch Peng war bei einem Uka-Schuss auf dem Posten (62.). Sieben Minuten später wurden bei einer Doppelchance Abschlüsse von Uka und Valentina Pötzl in höchster Not geblockt. Es ging weiter munter hin und her. Sjoeke Nüsken ließ eine Volleychance etwas leichtfertig aus (72.). Das rächte sich nicht, da bei einem Uka-Schuss die Stange für die Londonerinnen, die nur eines ihrer jüngsten 31 Spiele in der Gruppen- bzw. Ligaphase verloren haben, rettete (76.). Die Austria verkaufte sich deutlich teurer als St. Pölten in der vergangenen Saison. Für die Niederösterreicherinnen hatte es zu Hause eine 0:6-Pleite gegeben.