Jenesien - Neun Monate nach dem verheerenden Lawinenunglück am 5. 630 Meter hohen Yalung Ri im ostnepalesischen Rolwaling-Gebirge im November 2025 herrscht nun traurige Gewissheit. Unter den fünf Leichen, die durch das Einsetzen der Sommerschneeschmelze während der Monsunzeit freigelegt worden sind, befindet sich auch jene des 29-jährigen Südtirolers Markus Kirchler. Ein Team unter der Leitung von Phurba Tenzing Sherpa konnte die sterblichen Überreste von drei ausländischen Alpinisten und zwei nepalesischen Bergführern auf rund 5. 000 Metern Höhe bergen. Sie wurden zunächst in das auf 4. 200 Metern gelegene Dorf Na transportiert. Zuvor waren unmittelbare Suchaktionen im vergangenen Herbst trotz modernster Spezialausrüstung erfolglos geblieben, berichtet die Zeitung Alto Adige. Die Gruppe war bei dem Lawinenunglück am 3. November 2025 von Schneemassen verschüttet worden. Die sterblichen Überreste der Bergsteiger waren erst am 8. August auf einer Höhe von rund 5. 400 Metern entdeckt worden. Die Bergung unter extremen Wetterbedingungen zählt zu den schwierigsten Einsätzen der Region in den vergangenen Jahren. Während vier der geborgenen Leichen zur formellen Identifizierung nach Kathmandu geflogen werden, sind Angehörige des vermissten Abruzzen Marco Di Marcello bereits vor Ort. Fotos und Ausrüstungsgegenstände legten nahe, dass der 37-jährige Biologe unter den Geborgenen ist. Wie stol. it in Berufung auf Agenturmeldungen schreibt, gilt es als mittlerweile gesichert, dass es sich bei dem Verstorbenen um Di Marcello handelt. Die Identität sei vom italienischen Konsulat sowie von Bergrettern bestätigt worden. Auch für die Familie von Markus Kirchler hat das Warten auf eine Bestätigung seitens der Behörden ein Ende. Der 29-Jährige aus Jenesien konnte identifiziert werden. Nach einem Wirtschaftsstudium in Innsbruck arbeitete Kirchler in München im Finanzsektor. Am 25. Oktober 2025 war er aufgebrochen, um an der Expedition im Himalaya teilzunehmen.