Steinegg - In einem Lehrbienenstand in Steinegg haben unbekannte Übeltäter in den vergangenen Tagen zwei Waben aus einem hohlen Baumstamm gestohlen. Die Folgen waren verheerend: Mehrere Tausend Bienen verendeten bei den anschließenden Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Völkern. Wie zunächst die Rai berichtet, hatten die Täter den hohlen Stamm aufgebrochen, in dem ein Bienenvolk lebte, und aus dem Stock zwei Waben entnommen. Dabei trat Honig aus und lockte Bienen aus den umliegenden Stöcken an. Es kam zu einem sogenannten Raubvorgang. Dabei dringen die fremden Bienen in das geschwächte Volk ein und kämpfen um die verbliebenen Honigvorräte. Tausende Honigbienen kamen dabei ums Leben. Für das betroffene Bienenvolk ist die Situation besonders kritisch. Laut Siegfried Lantschner, dem Verantwortlichen des Lehrbienenstands, ist die Kolonie stark geschwächt und verfügt nun über zu wenige Vorräte. Ob sie den kommenden Winter übersteht, ist ungewiss. Der Lehrbienenstand wurde gemeinsam mit der Gemeinde Karneid eingerichtet, um insbesondere Kindern die Welt der Bienen näherzubringen. Für den Präsidenten der Südtiroler Imker, Christian Trafoier, wiegt der Schaden deshalb besonders schwer: Mit dem Diebstahl sei die Arbeit mehrerer Jahre zunichtegemacht worden.