Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Überfüllte Busse, stark frequentierte Wiesen und ein hoher Andrang an beliebten Fotopunkten: Villnöß steht zunehmend vor den Herausforderungen eines touristischen Hotspots. Tourismuslandesrat Luis Walcher hat deshalb eine Besprechung zum Hotspot-Management einberufen. Ziel ist es, bestehende Erkenntnisse zu bündeln und konkrete, umsetzbare Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
Vor allem rund um St. Magdalena und die bekannten Blickachsen auf die Geislergruppe konzentrieren sich zu bestimmten Zeiten besonders viele Tagesgäste und Fototouristinnen und -touristen. Dies führt zu Belastungen für den öffentlichen Verkehr, für landwirtschaftlich genutzte Flächen, Natur und Landschaft sowie für die örtliche Bevölkerung. Bei der Besprechung wurden die Situation aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und mögliche nächste Schritte erörtert.
An dem Austausch nahmen neben Landesrat Walcher der Bürgermeister der Gemeinde Villnöß Peter Pernthaler, der Gemeindereferent von St. Magdalena/Villnöß Richard Obexer, der Direktor des Ressorts Land- und Forstwirtschaft und Tourismus Ulrich Höllrigl, der Direktor der Landesabteilung Forstdienst Günther Unterthiner, die Direktorin der Agentur Landesdomäne Sophie Biamino, der Direktor des Bereichs Forstbetrieb der Agentur Landesdomäne Andreas Agreiter, der Direktor des Ressorts Umwelt, Natur- und Klimaschutz Alexander Gruber, der Direktor des Landesamtes für Personenverkehr Mirko Waldner sowie der Leiter der Abteilung Marketing und Touristik der IDM Wolfgang Töchterle teil.

Landesrat Walcher schlug vor, eine Initiativgruppe mit den beteiligten Stellen und lokalen Verantwortlichen einzurichten, mit IDM in koordinierender Funktion. Sie soll bestehende Studien und Vorschläge zusammenführen, Zuständigkeiten klären und daraus ein abgestimmtes Maßnahmenpaket entwickeln. Im Mittelpunkt stehen eine bessere Lenkung der Besucherströme, tragfähige Lösungen für Mobilität und Parkraummanagement, der Schutz von Wiesen und sensiblen Naturräumen sowie eine klare Information der Gäste vor Ort und bereits vor ihrer Anreise.
“Villnöß ist ein besonderer Natur- und Lebensraum und zugleich ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Unser Ziel muss sein, die hohe Attraktivität des Tales mit dem Schutz der Landschaft und der Lebensqualität der Bevölkerung in Einklang zu bringen”, betonte Landesrat Walcher: “Dafür braucht es ein gemeinsames Vorgehen aller zuständigen Stellen. Mit einer Initiativgruppe wollen wir rasch von der Analyse in die Umsetzung kommen und konkrete Maßnahmen entwickeln, die vor Ort spürbar wirken.”
Bürgermeister Peter Pernthaler dankte Landesrat Walcher für die Initiative: “Dieses Treffen ist ein wichtiger Schritt, damit wir gemeinsam eine Situation schaffen, in der wir die Entwicklung wieder aktiv steuern können. Untersuchungen und Studien liegen bereits vor. Jetzt geht es darum, daraus konkrete Lösungen abzuleiten und diese konsequent umzusetzen.”
Die vorgeschlagene Initiativgruppe soll die prioritären Handlungsfelder festlegen und umsetzbare Schritte mit den zuständigen Partnern abstimmen. Dabei sollen sowohl kurzfristige Entlastungsmaßnahmen für besonders stark frequentierte Zeiten als auch langfristige Lösungen für ein ausgewogenes Besuchermanagement geprüft werden.





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