Seiser Supermoto-Pilot auf der Überholspur

Italienmeister – Das Double des Felix Wegscheider ist perfekt

Dienstag, 06. Oktober 2026 | 13:16 Uhr

Von: Matthias Knapp

Seis am Schlern – Felix Wegscheider hat es geschafft! Nach dem Regionalmeistertitel hat sich der Seiser Supermoto-Pilot am vergangenen Wochenende in Pomposa auch den Italienmeistertitel unter den Nagel gerissen. Damit hat der 26-Jährige in dieser Saison national alles abgeräumt, was es zu gewinnen gab. Nun ist sein Fokus auf die letzte Etappe der Weltmeisterschaft in Belgien gerichtet.

Die Regionalmeisterschaft Nord Est mit Respektabstand gewonnen. Dann folgte der Gesamtsieg bei der Italienmeisterschaft. Kurzum: Felix Wegscheider ist in seiner Kategorie SM1 Fast der beste Fahrer Italiens. Vor der letzten Etappe am vergangenen Wochenende in Pomposa (Provinz Ferrara) hatte der Seiser einen kleinen Vorsprung in der Gesamtwertung. Und den hat er in souveräner Manier verteidigt. Mit Platz zwei im ersten Rennen, einem Sieg in der zweiten Entscheidung und Rang drei im dritten Rennen stand er drei Mal auf dem Podest, holte Platz zwei in der Etappenwertung und der Konkurrenz blieb nichts anderes übrig, als vor dem 26-Jährigen den Hut zu ziehen. Sein Verfolger Jonathan Zecchin holte zwar den Etappensieg, in der Gesamtwertung fehlten ihm aber 45 Punkte auf Wegscheider, der sich mit einer Ausbeute von 1583 Zählern den Titel holte. Bronze ging an Jacopo Monti, der 1337 Punkte auf den sechs Etappen sammelte.

Über das Double freut sich auch Wegscheider, der sein Saisonziel erreicht, ja sogar übertroffen hat: „Ich wollte von Anfang an beide Titel holen. Dass ich sie beide mit so einer Konstanz gewinnen konnte, hat aber auch mich überrascht. Diese Titel haben meine Entscheidung, Motorsport ab dieser Saison professionell zu betreiben, als vollkommen richtig bestätigt“, sagt Wegscheider, der für diese Ziele keine Kosten und Mühen gescheut hat. „Dabei war dieses Finale richtig hart. Ich war das ganze Wochenende über krank, die Rennen haben mir körperlich deshalb alles abverlangt. Und mit Zecchin hatte ich einen Konkurrenten, der in einer super Form und auch in Pomposa wieder stark gefahren ist. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich in den vergangenen Tagen unzählbar viele Nachrichten erhalten habe. Ich war überwältigt von der Anzahl an Personen, die mir gratuliert haben“, freut sich der Seiser.

Jetzt die internationale Beweisprobe

Nun steht für Felix Wegscheider das Saisonhighlight auf dem Programm. An diesem Wochenende wird der Seiser nämlich beim Finale der Weltmeisterschaft im Einsatz sein. Für den 26-Jährigen geht es am Mittwoch mit dem Wohnwagen nach Mettet (Belgien), wo er sich erstmals in dieser Saison auch auf internationalem Topniveau beweisen möchte. „Ein Top-10-Platz ist mein Ziel. Das ist hochgesteckt, im Vorjahr habe ich bei derselben Etappe auf Rang 25 abgeschlossen, auch wenn ich damals durch einen Sturz eines Kontrahenten selbst zu Fall gekommen bin und eine Aufholjagd vom letzten Platz (Rang 55, Anm. d. Red.) starten musste. Wenn dieses Mal alles passt, dann kann ich vielleicht auch in Mettet mein Ziel erreichen“, sagt Wegscheider dazu.

Danach überlegt Wegscheider noch, an einem Endurance-Rennen Mitte Oktober, ebenfalls in Mettet, teilzunehmen. „Da ich aber einige Termine auf dem Schirm habe, weiß ich nicht, ob sich das ausgeht. Nach dem Saisonabschluss werde ich noch ein wenig arbeiten, aber auch die nächsten Pläne für die kommende Saison schmieden“, wirft Wegscheider abschließend voraus.

Bezirk: Salten/Schlern

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