Von: Lukas Unterkofler
Ulten – Bei einem Bergunfall im Ultental ist am Montagnachmittag ein 71-jähriger deutscher Priester ums Leben gekommen. Christoph Schierbaum war allein im Urlaub in Südtirol unterwegs, als er auf einem Wanderweg rund fünf Meter abstürzte.
Der Unfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr auf dem Weg Nr. 140 zwischen St. Gertraud und dem Weißbrunnsee. Der Weg gilt grundsätzlich als nicht besonders schwierig, ein Teilstück ist derzeit allerdings wegen Bauarbeiten gesperrt. Nach ersten Erkenntnissen könnte Schierbaum auf den nach einem Regenschauer nassen Steinen ausgerutscht sein. Auch ein plötzlicher medizinischer Notfall vor dem Absturz wird nicht ausgeschlossen, berichtet die Zeitung Alto Adige.
Entdeckt wurde der 71-Jährige rund zwei Stunden später von einer deutschen Familie, die auf dem Wanderweg unterwegs war. Die Wanderer setzten umgehend den Notruf ab. Der Notarzt des Rettungshubschraubers Pelikan 1 konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Schierbaum dürfte bereits seit etwa zwei Stunden tot gewesen sein.
Die Bergrettung des Ultentals barg die Leiche mit einer Gebirgstrage. Sie wurde zunächst bis zu den Pilsner Höfen gebracht und anschließend in die Leichenkapelle von St. Walburg überführt. Die genaue Unfallursache soll nun geklärt werden.
Schierbaum hatte seinen Urlaub in Tisens verbracht. Am Montag war er mit dem Bus nach St. Gertraud gefahren und von dort zu Fuß zu seiner Wanderung aufgebrochen.




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