Von: Matthias Knapp
Meran – In der laufenden Rennsaison 2026 sind am Meraner Pferderennplatz mindestens drei Rennpferde nach Unfällen euthanasiert worden. Darauf hat die Tierschutzorganisation Horse Angels ODV online hingewiesen. Vom Rennplatz selbst wurden die Vorfälle bisher nicht öffentlich kommuniziert. Die Grüne Stadtliste hat bei der Stadtregierung eine Anfrage dazu eingereicht
„Die Jagdrennen in Meran gehören mit ihren Hindernissen auf einem 5.000 Meter langen Kurs in Form einer Acht zu den anspruchsvollsten und verletzungsrisikoreichsten Rennformen für Pferde. Das stellt besondere Anforderungen an Tierschutz, Veterinärversorgung und Transparenz im Umgang mit Zwischenfällen“, betonten die Ratsmitglieder der Grünen Stadtliste in einer Aussendung.
Die Stadtgemeinde Meran sei Mitgesellschafterin des Pferderennplatzes und trage damit Mitverantwortung dafür, dass der Rennbetrieb den geltenden Tierschutzstandards entspricht.
In einer Anfrage an Bürgermeisterin Katharina Zeller will die Grüne Stadtliste wissen, wie viele Todesfälle es in den Saisonen 2024, 2025 und 2026 gegeben hat, welche veterinärmedizinischen Protokolle gelten und ob Todesfälle ordnungsgemäß an das Veterinäramt und das MASAF gemeldet werden. Zudem wollen die Grünen wissen, ob die Gemeindeverwaltung als Mitgesellschafterin Einblick in interne Berichte zu Verletzungen und Todesfällen hat und ob sie bereit ist, diesen einzufordern.
„Als Mitgesellschafterin hat die Gemeinde nicht nur ein Interesse, sondern eine Pflicht, sich zu vergewissern, dass die Tierschutzstandards am Rennplatz eingehalten werden“, sagt Gemeinderätin Julia Dalsant. „Dazu braucht es Transparenz, und zwar nicht nur intern, sondern auch gegenüber der Öffentlichkeit.“




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