Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Der Bozner Grünen-Gemeinderat Rudi Benedikter drängt Landeshauptmann Arno Kompatscher, die neuen Zuständigkeiten nach der Autonomiereform zu nutzen, um private Hubschrauberflüge einzuschränken. Das Land könne aus Gründen des Lärm-, Umwelt- und Landschaftsschutzes selbst über mögliche Landeplätze entscheiden, argumentiert Benedikter in einem offenen Brief.
Benedikter verweist auf Kompatschers Ankündigung vom 6. Mai, nach der Autonomiereform auch gegen die Belastung durch private Hubschrauberflüge vorgehen zu wollen. Die Flüge seien ein landesweites Ärgernis und beträfen besonders auch die Nachbargemeinden Bozens, darunter Ritten, Jenesien und Eppan.
Land soll Lärmschutz verschärfen
In seinem Schreiben führt Benedikter die EU-Umgebungslärmrichtlinie und das Südtiroler Lärmschutzgesetz an. Diese böten aus seiner Sicht eine Grundlage, um strengere Regeln für Hubschrauberflüge zu erlassen und ruhige Gebiete besser zu schützen.
Nach der Autonomiereform könne das Land zudem eigenständig festlegen, wo Hubschrauberlandeplätze eingerichtet werden dürfen und welche bestehenden Standorte untersagt werden sollen. Die Zuständigkeit sei nicht mehr in gleicher Weise an staatliche Vorgaben und die Regeln der italienischen Luftfahrtbehörde ENAC gebunden, argumentiert der Gemeinderat.
Benedikter fordert Kompatscher und die Landesregierung auf, die angekündigten Maßnahmen möglichst rasch und konsequent umzusetzen. Auch die Gemeinden könnten Vorschläge für geeignete Regelungen und Einschränkungen einbringen.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen