Von: Matthias Knapp
Innichen – Ein überraschender Anruf am Telefon, die entschlossene Stimme eines vermeintlichen Offiziers der Carabinieri und die Schilderung eines bedrohlichen Szenarios aufgrund angeblicher Probleme mit dem eigenen Bankkonto – das sind die Zutaten einer Betrugsmasche, die echten Ordnungshütern nur allzu bekannt ist und die sich im gesamten Staatsgebiet rasant verbreitet. Erst kürzlich hat ein „falscher Carabiniere“ in Innichen im Pustertal zugeschlagen.
Betrüger haben einen Ortsansässigen derart manipuliert und dadurch um eine beachtliche Summe erleichtert. Im Glauben, ein vermeintlich dringliches Problem zu lösen, überwies der Mann in mehreren Schritten insgesamt über 20.000 Euro auf ein fremdes Konto.
Die Freude der Täter währte allerdings nur kurz. Nachdem dem Mann klar war, dass keine reale Gefahr vorlag, erstattete er Anzeige bei den Carabinieri, die sich unmittelbar auf die Suche machten.
Anhand der Spur der Geldflüsse und der damit verbunden Kontakte, schloss sich der Kreis der Verdächtigen. Die Carabinieri konnten vier mutmaßliche Urheber des Betrugs ausmachen, die auf freiem Fuß angezeigt wurden.
Gleichzeitig appellieren die Carabinieri an die Bevölkerung, höchste Vorsicht walten zu lassen. Textnachrichten oder Anrufen, die angeblich von Vertretern der Ordnungskräfte oder von Banken stammen, sollte man mit Skepsis begegnen – auch wenn am Display der vermeintliche Absender angezeigt wird.
Die Carabinieri erinnern, dass kein Amt und keine Behörde Bürger dazu aufruft, dringend Geld auf ein fremdes Konto zu überweisen. Auch persönliche Daten oder Passwörter werden von Institutionen niemals am Telefon abgefragt.




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