Von: Matthias Knapp
Bozen/Trient – 192 Kinder und Jugendliche sind im Jahr 2025 im Trentino-Südtirol Opfer einer Straftaten geworden. Das entspricht einem Anteil von 0,1 Prozent der gesamten minderjährigen Bevölkerung in der Region. Die Daten, die das Kinderhilfswerk Terre des Hommes verbreitet, stammen aus Zentraldirektion der Kriminalpolizei in Rom. Während auf nationaler Ebene Straftaten gegen Kinder und Jugendliche im Vergleich zum Vorjahr leicht anstiegen, sind sie bei uns immerhin um 15,8 Prozent gesunken.
Die Mehrheit der Minderjährigen, die eine Straftat erleiden, ist weiblich – ein Trend, der sich nicht nur auf nationaler Ebene abzeichnet. Auch bei uns handelt es sich bei den Opfern von Straftaten in 58,3 Prozent der Fälle um Mädchen.
Richtet man den Blick allein auf Sexualverbrechen, ist der Anteil der Mädchen sogar noch höher und erreicht 89,3 Prozent. Im Jahr 2025 waren insgesamt 56 Minderjährige einem Sexualverbrechen ausgesetzt, das entspricht einem Anteil von 29,2 Prozent aller Straftaten gegen Minderjährige.
Die Straftat, mit der Kinder und Jugendliche am häufigsten konfrontiert werden, ist familiäre Gewalt. Im Trentino-Südtirol waren im vergangenen Jahr 89 Minderjährige betroffen, was einem Anteil von 46,4 Prozent entspricht.
Daas Kinderhilfswerk Terre des Hommes hat im Rahmen eines Dossiers die Daten anlässlich des internationalen Mädchentages am 11. Oktober am Sitz des gesamtstaatlichen Gemeindenverbandes ANCI in Rom bekanntgegeben. Im Rahmen der Präsentation wurde gleichzeitig ein Abkommen zwischen ANCI und Terre des Hommes unterzeichnet, um die Rolle der Gemeinden beim Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt zu stärken.
Im gesamten Staatsgebiet sind im Jahr 2025 insgesamt 7.272 Kinder und Jugendliche einer Straftat zum Opfer gefallen. In sechs von zehn Fällen handelt es sich bei den Betroffenen um Mädchen. 3.008 Kinder und Jugendliche erlitten familiäre Gewalt – die Straftat, die auch auf nationaler Ebene dominiert.




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