Von: Matthias Knapp
Auer – Eine Serie von Diebstählen in den Frauen-Umkleidekabinen eines Betriebs in Auer hat die Carabinieri von Branzoll auf den Plan gerufen. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, wurde eine versteckte Minikamera installiert. Außerdem platzierten die Ordnungshüter einen 50-Euro-Schein, dessen Seriennummer zuvor fotokopiert worden war.
Die Operation war ins Rollen gekommen, nachdem der Firmenbesitzer Anzeige erstattet hatte. Mehrere Mitarbeiterinnen hatten ihn darauf hingewiesen, dass in den vergangenen Wochen wiederholt Bargeld aus den Umkleideräumen verschwunden sei.
Am Vormittag des 2. Novembers schlug die Falle zu: Nachdem die Kamera einen verdächtigen Vorgang aufgezeichnet hatte, durchsuchten die umgehend alarmierten Carabinieri eine Mitarbeiterin – und in der Tat: Die junge Frau, die in Kurtatsch wohnt, hatte exakt jenen 50-Euro-Schein mit der registrierten Seriennummer bei sich.
Die Angestellte wurde wegen schweren Diebstahls angezeigt. Die Banknote gilt unterdessen als Beweismittel, das beschlagnahmt wurde.
Die Ermittlungen der Carabinieri waren damit aber noch nicht abgeschlossen. Bereits am 3. November meldeten sich zwei weitere Mitarbeiterinnen bei den Carabinieri, um ähnliche Vorfälle aus der Vergangenheit anzuzeigen: Die erste Geschädigte gab an, dass insgesamt 220 Euro aus ihrem unverschlossenen Spind verschwunden seien, während die zweite Mitarbeiterin vom Diebstahl von rund 200 Euro berichtete. Das Geld sei aus einem Spind mit Zahlenschloss entwendet worden, an dem keine Spuren eines gewaltsamen Aufbruchs festgestellt worden waren.
Die Ermittler schließen nicht aus, dass sich in den kommenden Tagen weitere Kolleginnen melden, und prüfen nun, ob der Tatverdächtigen auch die vorangegangenen Diebstähle angelastet werden können. Auch die Justiz befasst sich nun mit dem Fall.




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