Tragischer Jagdausflug

Drama auf der A22: Sieben Jagdhunde ersticken im Kofferraum

Freitag, 25. September 2026 | 17:05 Uhr

Von: Matthias Knapp

Sterzing – Zu einem tragischen Vorfall ist es am Freitag auf einer Raststätte der Brennerautobahn gekommen: Sieben Jagdhunde sind im Kofferraum eines Autos erstickt. Das Gepäck der Fahrzeuginsassen hatte die Luftzufuhr der Transportboxen komplett blockiert.

Der Vorfall hat sich auf der Raststätte Freienfeld Ost bei Sterzing auf der Nordspur der A22 ereignet. Ein aufmerksamer Autofahrer, der sich ebenfalls dort aufhielt, bemerkte die reglosen Tiere im Heck des geparkten Fahrzeugs und schlug umgehend Alarm.

Die Straßenpolizei Sterzing traf ein, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet. Die Insassen des Wagens, die aus der Lombardei stammten, versuchten vergeblich, das letzte noch atmende Tier zu retten. Doch sämtliche Bemühungen erwiesen sich als vergebens – trotz des raschen Eingreifens von Tierärzten.

Ersten Ermittlungen zufolge befanden sich die Männer aus der Lombardei auf dem Weg nach Lappland, wo sie an einer Jagd teilnehmen wollten. Die sieben Hunde der Rasse English Setter waren im hinteren Fahrzeugbereich auf engstem Raum in insgesamt vier Transportboxen untergebracht. Über den Boxen hatten die Männer ihr Gepäck gestapelt – dadurch wurden die Belüftungsschlitze vollständig verdeckt, was für die Tiere schließlich zur tödlichen Falle wurde.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte die Polizei das Fahrzeug, die Kadaver der sieben Hunde sowie die mitgeführten Jagdwaffen samt Munition. Gegen die Jäger wird nun wegen Tierquälerei ermittelt.

Bezirk: Wipptal

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