Drohnen sorgten für Unruhe am Flughafen Nürnberg

Entwarnung nach Sperrung des Flughafens in Nürnberg

Dienstag, 13. Oktober 2026 | 14:39 Uhr

Von: importer

Nach einem Alarm wegen eines möglichen Notfalls in einem Flugzeug am Nürnberger Flughafen hat die Polizei Entwarnung gegeben. Das vermeintlich in Not geratene Flugzeug sendete vor seiner sicheren Landung in Nürnberg den Notfallcode “7500”, der für einen Entführungsfall steht. Möglicherweise habe ein Defekt des Funkgeräts im Cockpit dazu geführt, sagte ein Polizeisprecher, denn nach dem Absenden des Codes sei der Pilot der Maschine per Funk nicht mehr erreichbar gewesen.

Sicherheitshalber seien daraufhin diverse Alarmstarts ausgelöst worden, teilte die Polizei mit. Eurofighter waren laut Flughafensprecher im Einsatz, um die Maschine, die von der griechischen Insel Korfu kam, zu begleiten. Polizisten rückten in einem Großaufgebot an den Flughafen aus.

Gegen Mittag war der Zielflughafen der Maschine in Nürnberg wegen des möglichen Luftnotfalls abgeriegelt worden. “Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht”, teilte die Polizei später mit. Die Ermittlungen zur Ursache für den Alarm laufen.

Crew zunächst nicht erreichbar

“Wir hatten auf etwa Hälfte der Strecke gegen kurz nach 11.00 Uhr einen Code direkt aus dem Cockpit, der auf eine Geiselnahme schließen ließ”, erläuterte der Polizeisprecher die Lage kurz vor Mittag. “Da wir daraufhin das Cockpit nicht mehr erreichen konnten, beziehungsweise der Tower das Cockpit nicht mehr erreichen konnte, mussten wir eben vom Schlimmsten ausgehen, eben dass es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handeln könnte.”

Gegen 12.10 Uhr sei der Flieger dann “sehr pünktlich” in Nürnberg gelandet. “Wir hatten in diesem Zeitraum, also innerhalb dieser Stunde, den Airport aus Sicherheitsgründen erstmal abgesperrt mit einem Großaufgebot von Polizeieinsatzkräften”, sagte der Sprecher. Schließlich sei Entwarnung gegeben worden, allen Insassen des betroffenen Fliegers gehe es gut.

Zuvor Beeinträchtigung wegen möglicher Drohnensichtung

Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete in Abstimmung mit dem Albrecht-Dürer-Airport und der Deutschen Flugsicherung umgehend Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber zum Einsatz; allerdings konnte keine Drohne gefunden werden.

Während des ersten Einsatzes kam es zeitweise zu Beeinträchtigungen des Flugbetriebs. Nach Angaben eines Flughafensprechers waren sechs Flüge verspätet – zwei Ankünfte und vier Abflüge. Zudem mussten zwei ankommende Maschinen vorsorglich nach Köln und Prag ausweichen, konnten ihren Flug nach Nürnberg danach jedoch fortsetzen. Ob die beiden Vorfälle in Zusammenhang stehen, war zunächst unklar.

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