Von: importer
Gut sechs Wochen nach den verheerenden Flutkatastrophe im Himalaya haben sich am Sonntag in Nepal erneut heftige Überschwemmungen ereignet. Im Zentrum des Landes wurden rund 45 Häusern von den Wassermassen mitgerissen, wie die Behörden mitteilten. Fünf Menschen werden demnach vermisst. Nach Angaben des Katastrophenschutzes konnten dutzende Menschen im Bezirk Gorkha in Sicherheit gebracht werden.
Die Armee schickte vier Hubschrauber zur Unterstützung der Rettungs- und Evakuierungsarbeiten in die Region. Der Wasserstand des Flusses Budhi Gandaki stieg unterdessen weiter an. Im Internet veröffentlichte Videoaufnahmen zeigten, wie der über die Ufer getretene Fluss Trümmer und ganze Häuser mit sich riss. Nach Angaben der Behörden hatte ein Erdrutsch die Sturzflut ausgelöst. Durch die Überschwemmungen seien auch vier Brücken und drei im Bau befindliche Wasserkraftwerke beschädigt worden.
Im August starben mehr als 1.000 Menschen
Ende August war eine gigantische Sturzflut durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und der autonomen Region Tibet in China gerauscht. Mehr als 1.400 Menschen starben, tausende weitere werden noch vermisst. Ausgelöst wurde die Sturzflut durch einen Gletscherabbruch im Himalaya.
Die Überschwemmung am Sonntag wecke Erinnerungen an die Katastrophe im August, sagte ein Vertreter der Gemeinde Chumnubri. “Das ist ein Albtraum für uns”, fügte er hinzu. “Unser Haus wurde weggerissen, und wir haben keinen Strom.” Zum Glück gebe es bisher keine Opfer.
In Nepal ereignen sich wie in ganz Südasien während der Monsun-Zeit häufig Überschwemmungen und Erdrutsche. Im September kamen dabei in Nepal nach Behördenangaben mindestens 21 Menschen ums Leben. Nach Angaben von Forschenden kommt es infolge des Klimawandels häufiger zu solchen Extremwetter-Ereignissen.




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