Lawinenschutz wird digitaler

Euregio stärkt Lawinenschutz mit neuer digitaler Plattform

Samstag, 26. September 2026 | 14:55 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen/Innsbruck – Die Lawinenkommissionen in Tirol, Südtirol und dem Trentino sollen künftig bei ihrer Arbeit auf eine gemeinsame digitale Plattform zurückgreifen können. Der Euregio-Vorstand und die Euregio-Versammlung haben bei ihren Sitzungen am 26. September in Innsbruck die Finanzierung von Pro.Lawinen.Report für die ersten fünf Jahre beschlossen.

Land Tirol/Neuner

Das neue System soll die Einschätzung der Lawinengefahr direkt vor Ort erleichtern. Beobachtungen können über mobile Geräte erfasst, Beurteilungen erstellt und empfohlene Maßnahmen wie die Sperrung von Straßen oder Skipisten an die zuständigen Stellen weitergegeben werden. Auch Arbeiten ohne Netzempfang sind möglich.

Start im Oktober

Ab 20. Oktober wird die Plattform im Rahmen von Schulungen eingeführt. In der Wintersaison 2026/27 soll sie erstmals allen 346 Lawinenkommissionen der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino zur Verfügung stehen. Auch andere österreichische Bundesländer sollen bei den Schulungen eingebunden werden.

Entwickelt wurde Pro.Lawinen.Report im Rahmen des EU-Interreg-Projekts CAIROS, das eine stärkere Zusammenarbeit und einheitlichere Arbeitsweisen der Lawinenkommissionen in der Euregio zum Ziel hat. Zum Projekt gehören unter anderem auch gemeinsame Lawinenszenariokarten und Ausbildungsangebote.

Bei der Sitzung in Innsbruck wurden außerdem ein neues Euregio-Wimmelbuch vorgestellt und der EuregioSprintChampion in der Maria-Theresien-Straße besucht.

Bezirk: Bozen

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