Von: Redaktion Südtirol News
Brixen – Der Bischof-Dr.-Karl-Golser-Parkinson-Preis geht in diesem Jahr an den Neurologen und Parkinson-Forscher Prof. Günter Höglinger. Die Bischof-Dr.-Karl-Golser-Stiftung verlieh die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag in Brixen. Gewürdigt wird Höglingers wissenschaftliche Arbeit zu Parkinson und atypischen Parkinson-Syndromen sowie zu neuen Therapieansätzen.

Höglinger ist Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik am LMU Klinikum München und Professor für Neurologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf atypischen Parkinson-Erkrankungen wie der progressiven supranukleären Blickparese und der kortikobasalen Degeneration.
Nach Angaben der Stiftung hat Höglinger die Forschung auf diesem Gebiet wesentlich mitgeprägt. Dabei geht es zunehmend nicht nur um die Behandlung von Symptomen, sondern auch um die biologischen Ursachen der Erkrankungen und mögliche Therapien, die den Krankheitsverlauf beeinflussen.
Land unterstützt Preis bis 2028
Das Land Südtirol stellt seit 2022 das Preisgeld für den alle zwei Jahre vergebenen Wissenschaftspreis zur Verfügung. Die Landesregierung hat die entsprechende Vereinbarung kürzlich bis 2028 verlängert. Damit soll die Forschung im Bereich neurologischer Erkrankungen weiter unterstützt werden.
Der Preis erinnert an den früheren Brixner Bischof Karl Golser, der selbst an einem atypischen Parkinson-Syndrom erkrankte und sein Amt 2011 aus gesundheitlichen Gründen zurücklegen musste. Golser starb 2016. Die nach ihm benannte Stiftung wurde 2015 gegründet und setzt sich für Forschung, Information und die Entwicklung von Therapien bei atypischen Parkinson-Syndromen ein.
Bereits am Freitag hatte die Stiftung in Brixen einen öffentlichen Informationsabend veranstaltet. Dabei ging es unter anderem um Versorgung und Rehabilitation sowie um Begleiterscheinungen wie Schlafprobleme, Schmerzen und Blasenfunktionsstörungen.






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