Intensive Woche

Hitze, Panikattacken und Stürze: Bergrettung Meran im Dauereinsatz

Freitag, 31. Juli 2026 | 08:49 Uhr

Von: Matthias Knapp

Meran – Zu gleich zwei Einsätzen ist die Bergrettung Meran am Donnerstag ausgerückt. Der erste Alarm ging um 13.30 Uhr ein: Zwei deutsche Wanderer aus Dresden kamen im Bereich oberhalb des Gasthofs Durster in der Gemeinde Partschins nicht mehr weiter.

Zwar konnten sie den Gasthof sehen, wussten jedoch nicht mehr, welchen Weg sie genommen hatten. Dank der telefonischen Kontaktaufnahme konnte ihr Standort rasch ermittelt werden. Eine Mannschaft stieg zu den erschöpften und unter der Hitze leidenden Wanderern auf, versorgte sie und begleitete sie zum Einsatzfahrzeug. Anschließend wurden sie zur Talstation der Texelbahn gebracht, wo ihr Auto abgestellt war.

Nur eine Stunde später – um 14.30 Uhr – folgte der nächste Alarm: Eine Klettersteiggeherin aus Bozen kam am Heini-Holzer-Klettersteig nicht mehr weiter. Sie litt unter Atemproblemen und einer Panikattacke.

Nach einer ersten telefonischen Betreuung und dem Versuch, sie zu beruhigen, wurde ein Bergretter mit dem Rettungshubschrauber Pelikan 3 zum Einsatzort geflogen. Mittels Winde wurde er zur Frau abgeseilt.

Anschließend wurde die Patientin zu einem Zwischenlandeplatz ausgeflogen, dort medizinisch untersucht und schließlich zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus Meran gebracht. Für diese beiden Einsätze standen insgesamt acht Bergretter rund drei Stunden im Einsatz.

Bereits am Vortag war die Bergrettung Meran zweimal gefordert. Gegen Mittag stürzte oberhalb von St. Peter bei Dorf Tirol eine deutsche Wanderin so unglücklich, dass sie aufgrund starker Rückenschmerzen nicht mehr weitergehen konnte. Nach der Erstversorgung wurde sie mit der Gebirgstrage zum Übergabepunkt gebracht und dort an das Weiße Kreuz übergeben, das sie ins Krankenhaus Meran transportierte.

Am Nachmittag wurde erneut Alarm ausgelöst: Auf dem Almenweg zwischen der Zetn-Alm und der Mauslochalm stürzte eine Wanderin und verletzte sich dabei an der rechten Hand. Zudem zog sie sich oberhalb des Knies eine tiefe Schnittwunde zu. Der Rettungshubschrauber Pelikan 3 brachte einen Bergretter und den Notarzt zur Unfallstelle. Nach der medizinischen Versorgung wurde die Verletzte ins Krankenhaus Meran geflogen. An diesem Einsatz waren drei Bergretter beteiligt.

Auch am 28. Juli blieb es für die Bergrettung Meran nicht ruhig. An diesem Tag standen insgesamt drei Einsätze an: die Bergung eines verstorbenen Bergsteigers, die Betreuung und Rückführung übermüdeter Wanderer sowie die Abklärung eines vermeintlichen Hilferufs.

Alles in allem liegt eine äußerst einsatzreiche Woche hinter der Bergrettung Meran – geprägt von hochsommerlichen Temperaturen, erschöpften Wanderern und einer Vielzahl unterschiedlichster Notfälle.

Bezirk: Burggrafenamt

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