Einsatzkräfte und Einwohner sichern gemeinsam einen durchweichten Deich

Hochwasserhöhepunkt in Niedersachsen erreicht

Sonntag, 31. Dezember 2023 | 16:27 Uhr

In den Hochwassergebieten in Niedersachsen ist die Lage teils weiter angespannt. Eine Verschärfung ist nach Behördenangaben aber zunächst nicht zu erwarten – im neuen Jahr könnten Flusspegel lokal aber wieder steigen. Am Sonntag reiste auch der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz in das flächenmäßig zweitgrößte deutsche Bundesland, um sich ein Bild vom Hochwasser zu machen.

Die Wetterprognose ist günstig. Über den Jahreswechsel werde es eine kurze Regenpause mit nur örtlichen Schauern geben, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag. Die Niederschläge seien aber nicht hochwasserrelevant, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in seinem Lagebericht mit.

Der Hochwasserscheitel, also der höchste Wasserstand während eines Hochwassers, ist laut NLWKN in Niedersachsen vorerst erreicht. Vor allem an den Unterläufen von Flüssen gebe es aber weiterhin erhöhte Wasserstände. Von einer Entspannung der Hochwasserlage könne noch nicht gesprochen werden. Unverändert war demnach an zahlreichen Pegeln die höchste Meldestufe überschritten. In den betroffenen Flussgebieten sowie den Zuflüssen rechnete der NLWKN mit gleichbleibenden oder sinkenden Pegelständen. Unter anderem der Landkreis Celle teilte mit, dass sich die Lage dort mit sinkenden Pegelständen etwas entspanne.

Neben Niedersachsen sind auch der Süden von Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Thüringen sowie Gebiete in Nordrhein-Westfalen von Hochwasser betroffen. Der Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt rief am Samstag den Katastrophenfall aus. Dort blieb die Lage am Fluss Helme kritisch. In Nordrhein-Westfalen kam es zum Jahreswechsel zu einer leichten Entspannung. “Insgesamt ist der Trend bei den Pegelständen rückläufig”, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums NRW.

Das Wasser hat bereits mehrere Deiche beschädigt. In Haren im Emsland besserten Einsatzkräfte in der Nacht zu Sonntag Stellen mit Sandsäcken aus. Einen Deichbruch habe es aber nicht gegeben, betonte die Stadt.

Auch in der Nacht zu Montag sowie im weiteren Tagesverlauf sollte es in Niedersachsen nicht allzu viel regnen. Am Dienstag und Mittwoch werde es wieder stärkeren Regen geben. Auch großflächig würden bis zu 20 Liter pro Quadratmeter fallen, im Harz bis zu 30, sagte ein Meteorologe. “Da kommen wir wieder in unwetterartige und kritische Bereiche.”

Um den Einsatzkräften Mehrarbeit zu ersparen, empfahlen mehrere Städte, auf Feuerwerk und Böller in der Silvesternacht zu verzichten, so etwa die Stadt Celle. Die Einsatzkräfte seien mit dem Hochwasser bereits stark ausgelastet. Auch Umweltminister Christian Meyer empfahl einen Verzicht von Silvesterböllern in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten. Teilweise wurden auch Böllerverbote erlassen.

Von: APA/dpa

Kommentare
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Universalgelehrter
2 Monate 2 Tage

Die Regierung verschecken in Ausland die Millionen und alle fahren in Ausland in den Urlaub anstatt in eigenden Land Urlaub machen

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Kinig
2 Monate 3 Tage

Alles Gute u.Hoffnung für die Betroffenen !Hoffe Ihr schaut aufs Eigene Land…

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