Die Suche nach dem Hubschrauber geht weiter

Im Lungau gestohlener Hubschrauber bleibt verschwunden

Mittwoch, 30. September 2026 | 10:58 Uhr

Von: importer

Auch zwei Tage nach dem mysteriösen Diebstahl eines Hubschraubers beim Flugplatz Mauterndorf im Lungau in der Nacht auf Montag ist die Maschine des Typs Robinson R44 mit dem Kennzeichen OE-XHK noch nicht gefunden worden. Auch die Täter sind noch nicht ausgeforscht, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren.

Zuletzt soll der Helikopter, der einem Pongauer Gastronom gehört und von der Firma des Ex-Skisprungstars Thomas Morgenstern betrieben wurde, am Montag um 4.20 Uhr über der Insel Pag in Kroatien lokalisiert worden sein. Eine Polizeisprecherin hat zwar bestätigt, dass der Hubschrauber in Kroatien geortet wurde, über den Ort machte sie aber keine Angaben. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden vorliegende Informationen nicht bekanntgegeben, hieß es.

Suche nach Hubschrauber schwierig

Die Suche gestaltet sich schwierig, weil Ortungssysteme im Hubschrauber deaktiviert worden sind. Derzeit würden gesicherte Radardaten, die vorliegen, untersucht, um herauszufinden, welcher weitere Flugweg mit dem Hubschrauber eingeschlagen wurde, hatte der Sprecher von Austro Control, Markus Pohanka, am Dienstag erklärt. “Sämtliche Flugspuren werden jetzt detailliert ausgewertet. In Zusammenarbeit mit dem Bundesheer und der Polizei werden die Erkenntnisse zusammengetragen. Die Nachforschungen werden von uns unterstützt.”

Der Helikopter hat den österreichischen Luftraum am Montag kurz nach 2.00 Uhr verlassen. Die Diebe haben wohl die mondhelle Nacht mit klarem Himmel gezielt für den Coup gewählt. Die Maschine ist laut dem Pongauer Eigentümer Manuel Aster aus Wagrain nicht nachtflugtauglich. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter mit dem Flugplatz örtlich vertraut waren. Derzeit werden gesicherte Spuren ausgewertet und Personen einvernommen, darunter auch jene, die Zugang zum Flugplatz haben.

Morgenstern: “Unverständlich, dass Hubschrauber nicht gesichtet wurde”

Wer die Täter sind und zu welchem Zweck sie den Hubschrauber mit einem Neuwert von 700.000 bis 800.000 Euro gestohlen haben, bietet viel Raum für Spekulationen. Ohne die entsprechenden Papiere lasse sich die Maschine kaum legal betreiben oder weiterverkaufen, erklärte etwa der Geschäftsführer von Heli Austria, Roy Knaus, gegenüber dem ORF Salzburg. Er hält den Verkauf oder Handel mit Einzelteilen in Europa für ausgeschlossen.

Thomas Morgenstern, der mit dem Hubschrauber Rundflüge angeboten hat, ist der gleichen Meinung. “Die ganzen Teile haben Seriennummern, die haben eine gewisse Ablaufzeit – kalendarisch oder auch nach Stunden”, sagte er am Mittwoch gegenüber Ö3. In Europa sei es aus seiner Sicht daher kaum möglich, solche Teile legal in einen anderen Hubschrauber einzubauen. “Wenn dann, glaube ich, geht das irgendwo in andere Teile der Welt.” Für ihn sei es unverständlich, “dass man mitten in der Nacht einen Hubschrauber stehlen kann und vor allem über einige Ländergrenzen fliegen kann, ohne dass man irgendwo gesichtet wird”.

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