4,1 Prozent - Energie wird deutlich teurer

Inflation in Südtirol schießt nach oben

Freitag, 16. Oktober 2026 | 16:01 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Die Inflation in Bozen hat im September weiter angezogen. Die Verbraucherpreise lagen um 4,1 Prozent über dem Vorjahresmonat, nachdem die Teuerungsrate im August noch 3,6 Prozent betragen hatte. Haupttreiber sind die stark gestiegenen Energiepreise infolge des von den USA losgetretenen Konflikts mit dem Iran und der damit verbundenen Lage in der Straße von Hormuz.

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Wohnkosten sowie bei Wasser, Strom, Gas und anderen Brennstoffen aus. In dieser Kategorie betrug die Teuerung im Jahresvergleich 10,9 Prozent. Flüssigbrennstoffe verteuerten sich um 44,5 Prozent, Strom um 20,8 Prozent, Holz und Pellets um 19,9 Prozent sowie Gas um 17 Prozent. Auch im Verkehrssektor stiegen die Preise mit 7,1 Prozent spürbar.

Waren verteuern sich stärker als Dienstleistungen

Auch bei den Waren hat sich die Teuerung beschleunigt: Die Preise lagen im September um 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, im August waren es noch 4,5 Prozent gewesen. Bei Dienstleistungen fiel der Anstieg mit 2,2 Prozent hingegen moderater aus. Die Kerninflation, bei der stark schwankende Preise für Energie und Lebensmittel ausgeklammert werden, stieg leicht von 1,4 auf 1,5 Prozent.

Bozens Statistikstadtrat Claudio Della Ratta betont, dass vor allem die Preissteigerungen bei Energie und anderen schwer vermeidbaren Ausgaben die Familien belasten. Deshalb müsse die Entwicklung weiterhin aufmerksam beobachtet werden.

Laut ASTAT lag der Verbraucherpreisindex für alle privaten Haushalte (NIC) in Bozen im September bei einer Jahresteuerung von 4,1 Prozent, auf gesamtstaatlicher Ebene bei 4,2 Prozent. Beim Index für Haushalte von Arbeitern und Angestellten (FOI, ohne Tabakwaren) betrug die Inflation sowohl in Bozen als auch italienweit 4,0 Prozent.

Bezirk: Bozen

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