In einer Kategorie gibt es einen Spitzenwert

Kriminalität in Südtirol steigt leicht

Montag, 12. Oktober 2026 | 11:37 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Während die Zahl der angezeigten Straftaten in Italien 2025 zurückgegangen ist, verzeichnet Südtirol einen leichten Anstieg. Das zeigt der Kriminalitätsindex 2026 der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“. Auffällig ist auch der hohe Anteil ausländischer Staatsbürger unter den polizeilich gemeldeten Personen.

In Südtirol wurden im vergangenen Jahr um ein Prozent mehr Straftaten angezeigt als 2024. Laut dem Kriminalitätsindex 2026 kamen auf 100.000 Einwohner 3.374,5 angezeigte Delikte. Damit liegt die Provinz Bozen im gesamtstaatlichen Vergleich auf Platz 46.

Italienweit entwickelte sich die Zahl in die andere Richtung: Insgesamt wurden rund 2,36 Millionen Straftaten angezeigt, 1,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit sank die Zahl erstmals nach vier Jahren mit steigenden Werten. Im Trentino nahm sie hingegen um 7,1 Prozent zu. Die Provinz Trient belegt mit 3.146,4 angezeigten Straftaten je 100.000 Einwohner Rang 55.

Bei Betrug und Computerbetrug liegt Südtirol im nationalen Vergleich auf dem vorletzten Platz.

Ein weiterer Wert betrifft die Staatsangehörigkeit der Personen, die im Zusammenhang mit Anzeigen und Festnahmen polizeilich gemeldet wurden: In Südtirol beträgt der Anteil ausländischer Staatsbürger 54,7 Prozent. Das ist der dritthöchste Wert Italiens, hinter Prato und Mailand. Landesweit liegt der Anteil bei 35 Prozent.

Diese Prozentzahl beschreibt die Zusammensetzung der gemeldeten Personen, nicht den Anteil ausländischer Staatsbürger an sämtlichen begangenen Straftaten. Aus dem Wert allein lässt sich zudem kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Staatsangehörigkeit und Kriminalität ableiten.

Bezirk: Bozen

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