Stadel völlig zerstört

Nach Großbrand am Ritten: Hofbesitzer [43] unauffindbar

Mittwoch, 23. September 2026 | 16:00 Uhr
Update

Von: Matthias Knapp

Lengstein – In der Nacht auf Mittwoch hat ein großes Feuer am Ritten die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Um 1.17 Uhr in der Früh wurde die Freiwillige Feuerwehr Lengstein zu einem Großbrand beim Vogelhauserhof alarmiert. Wie die Nachrichtenagentur Ansa schreibt, fehlt derzeit vom 43-jährigen Hofbesitzer Tobias Unterhofer jede Spur.

Facebook/Freiwillige Feuerwehren

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Stadel bereits in Vollbrand. Gemeinsam mit den nachalarmierten Feuerwehren wurde ein umfassender Löschangriff durchgeführt und das Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindert.

Sieben Rinder konnten rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich gerettet werden, rund 3.000 Geflügeltiere fielen den Flammen hingegen zum Opfer. Zeugen, wie es zu dem Brand kam, gibt es keine. Die Löscharbeiten und umfangreichen Nachlöscharbeiten dauerten mehrere Stunden.

Facebook/Freiwillige Feuerwehren

Im Einsatz standen die Feuerwehren Lengstein, Lengmoos/Klobenstein, Barbian, Waidbruck und Klausen, die Berufsfeuerwehr Bozen sowie der Bezirksfeuerwehrverband Bozen.

Während die Feuerwehr die Flammen löschen und Tiere retten konnte, fehlt vom Besitzer des Hofes jede Spur. Die Carabinieri prüfen derzeit gemeinsam mit der Feuerwehr, ob sich der Mann im Stadel befand oder ob er sich aus irgendeinem Grund entfernt hat.

Familie weiterhin in Ungewissheit

Die Familie, die den Hof betreibt, ist auf die Produktion von Eiern aus Freilandhaltung spezialisiert, mit denen zahlreiche Betriebe in Südtirol beliefert werden. Wie auf der Website des landwirtschaftlichen Betriebs zu lesen ist, wird ausschließlich „hochwertiges und gentechnikfreies Futter“ verwendet. Das Feuer hat das große Wirtschaftsgebäude zerstört, das sowohl als Stadel als auch als Stall diente.

Für die Angehörigen sind es Stunden großer Sorge – verbunden mit der Hoffnung, dass sich der 43-Jährige aus irgendeinem Grund vom Hof entfernt haben könnte.

Ein ähnlicher Fall hatte sich im November 2024 ereignet, als – knapp eine Woche nach dem Brand – die sterblichen Überreste von Helga Gitzl gefunden wurden. Die 86-jährige Bäuerin galt nach dem Brand eines Bauernhofs in St. Jakob in Pfitsch als vermisst. Der Großbrand war kurz nach 3.00 Uhr nachts auf dem historischen Gitzlhof ausgebrochen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Die ältere Frau lebte allein auf dem Hof und konnte sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes gestalteten sich die Sucharbeiten als äußerst schwierig.

Bezirk: Salten/Schlern

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