Von: importer
Unbekannte haben in Linz Halloween-Süßigkeiten mit Nägeln präpariert. Ein 28-jähriger Vater hat in Schokoriegeln und Kaubonbons, die seine Kinder gesammelt hatten, Nägel gefunden, berichtete die Polizei am Montag. Die Exekutive warnte vorsorglich vor dem Verzehr von Halloween-Süßigkeiten, die im Stadtteil Linz-Oed gesammelt wurden. Am Abend gab die steirische Polizei bekannt, dass auch in zwei steirischen Bezirken metallische Gegenstände in Naschsachen gefunden wurden.
Die Nägel in Linz hatten laut Polizei eine Länge von einem Zentimeter. Teils seien sie offenbar von außen hineingedrückt worden und gut sichtbar gewesen, teils seien sie in den Süßigkeiten versenkt und nicht zu erkennen gewesen, so eine Polizeisprecherin. Man geht davon aus, dass die Naschereien händisch präpariert wurden. Weitere Fälle seien bisher nicht gemeldet worden.
Ermittelt wird derzeit wegen des Verdachts der absichtlich schweren Körperverletzung. Zu konkreten Ermittlungsschritten gibt man sich bei der Exekutive eher bedeckt – einerseits stehen die Erhebungen erst ganz am Anfang, andererseits will man sich nicht in die Karten blicken lassen.
Vier Fälle in steirischen Bezirken Weiz und Leibnitz
Die steirische Polizei bestätigte am Abend einen Bericht des “Kurier”. Derzeit seien vier Fälle in den Bezirken Weiz und Leibnitz bekannt. Um welche metallischen Gegenstände es sich handelt, gab die Polizei nicht bekannt. Dem “Kurier” zufolge könnte es sich unter anderem um eine Büroklammer handeln.
Verletzt wurde laut steirischer Polizei bisher niemand. Die Exekutive riet, die in der Halloween-Nacht gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr genau zu überprüfen. Die Ermittlungen der steirischen Landespolizeidirektion laufen gegen unbekannte Personen.
Ähnliche Fälle in Deutschland
Offen ist, ob die Taten durch Social Media oder ähnliche Fälle in Deutschland befeuert worden sein könnten. Dort haben am Wochenende ebenfalls Kinder in ihren eingesammelten Halloween-Süßigkeiten Nadeln oder andere Metallobjekte gefunden. Entsprechende Fälle meldete die Polizei unter anderem in Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.
In Niedersachsen wurde ein neunjähriges Mädchen laut dpa durch eine gut fünf Zentimeter lange Stecknadel in einem Schokoriegel an der Zunge verletzt. Die präparierten Süßigkeiten waren von einem Unbekannten in Bremervörde zwischen Bremerhaven und Hamburg verteilt worden.
In Regensburg entdeckte eine Mutter laut dpa am Nachmittag spitze und teils mehrere Zentimeter lange Nähnadeln in Schokoriegeln, die ihr Sohn eingesammelt hatte. Der Bub und seine Freunde waren demnach am Freitagabend im Dörnberg-Viertel unterwegs gewesen, wie die Polizeiinspektion Regensburg-Süd mitteilte. Dort fahndet die Polizei nun nach dem Täter. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ein.
In Schwarzenbach im Kreis Neustadt an der Waldnaab nordöstlich von Nürnberg fand ein zehn Jahre altes Mädchen eine etwa vier Zentimeter lange Nadel in einem Schokoriegel. Das Kind trug keine Verletzungen davon, wie die Polizeiinspektion Eschenbach berichtete. Die Beamten appellierten an etwaige Zeugen, sich bei der Polizei zu melden.




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