Brand kam mit seiner Ehefrau zum Gericht

Prozess gegen Russell Brand: “Skrupellos und manipulativ”

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | 13:45 Uhr

Von: importer

Nach der Auswahl der Geschworenen am Montag war am Mittwoch im Prozess in London gegen den wegen Vorwürfen sexueller Gewalt angeklagten Russell Brand die Staatsanwaltschaft am Wort. Die Anklägerin bezeichnete den Schauspieler als “skrupellos” und “manipulativ”. Der 51-Jährige habe “kindliche Erwartungen gehabt, dass jeder seiner Wünsche erfüllt werden müsse”, sagte Staatsanwältin Riel Karmy-Jones zum Auftakt ihres Plädoyers, wie u.a. die Nachrichtenagentur PA berichtete.

“Er war skrupellos, er war berechnend und er war manipulativ, und laut Staatsanwaltschaft ein Sexualtäter”, so die Anklägerin. Brand, der persönlich zum Gerichtsprozess erschienen war, ist wegen Vergewaltigung, Belästigung und Nötigung in sieben Fällen angeklagt. Insgesamt sechs Frauen hatten Vorwürfe gegen den 51-Jährigen erhoben. Die Taten sollen sich demnach zwischen 1999 und 2009 abgespielt haben. Der Brite soll etwa eine Frau in einem Hotel vergewaltigt und eine TV-Mitarbeiterin an die Brust gefasst und sie zum Oralsex gezwungen haben. Er bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Brand: Bin “besorgt, aber hoffnungsvoll”

Der Ex-Comedian erschien gemeinsam mit seiner Frau Laura zum Prozesstag. Bei seiner Ankunft sagte er laut PA, er fühle sich “gesegnet”. Er sei “besorgt, aber hoffnungsvoll”, dass dieser Prozess ein für alle Beteiligten gutes Ende finden würde. “Das ist mein Gebet.”

Die Staatsanwältin schilderte im weiteren Verlauf ihres Anklagevortrags den Angaben nach detailliert die verschiedenen mutmaßlichen Taten. Diese hätten sich zu einer Zeit ereignet, in der Brands Popularität stark zugenommen habe.

Brands Verlangen “wahllos und unersättlich”

Sein Verlangen nach sexuellem Kontakt sei “wahllos und unersättlich” gewesen, sagte Karmy-Jones. Die Gefühle der Frauen hätten ihn nicht interessiert. “Was für ihn an erster Stelle stand, war sein unstillbares Verlangen, das zu bekommen, was er wollte und von wem auch immer er es wollte.”

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