Von: Matthias Knapp
Enneberg – Zu einem besonders anspruchsvollen Einsatz wurde die Bergrettung CNSAS Enneberg am Donnerstagabend gerufen. Ein Radfahrer war nach einer Kollision mit der Leitplanke rund 20 Meter über eine steile Böschung abgestürzt.
Der Unfall ereignete sich auf der Landesstraße zwischen Enneberg Pfarre und Maria Saalen/St. Lorenzen. Aus noch ungeklärter Ursache verlor ein rund 60-jähriger Mann aus dem Pustertal während der Abfahrt die Kontrolle über sein Fahrrad, prallte gegen die Leitplanke und stürzte anschließend in das darunterliegende steile Gelände.
Die Böschung war mit frisch gefällten Baumstümpfen, Ästen und dichtem Gestrüpp übersät, was die Rettungsarbeiten erheblich erschwerte. Trotz des heftigen Sturzes blieb der Radfahrer bei Bewusstsein und konnte gegen 19.30 Uhr selbstständig mit seinem Mobiltelefon den Notruf absetzen.
Sechs Einsatzkräfte der Bergrettung CNSAS Enneberg sowie vier Helfer des Weißen Kreuzes Enneberg rückten zur Unfallstelle aus. Nach dem Erreichen des Verletzten wurde dieser im steilen Gelände medizinisch erstversorgt und stabilisiert. Die Bergung gestaltete sich äußerst technisch und anspruchsvoll: Die Trage wurde mittels Seilzugsystem (Winch) zur Straße hinaufgezogen, wo die inzwischen eingetroffene Notärztin des Krankenhauses Bruneck die weitere medizinische Versorgung übernehmen konnte.
Nach der Stabilisierung wurde der Verletzte vom Weißen Kreuz in das Krankenhaus Bruneck eingeliefert, wo weitere Untersuchungen und eine genaue Diagnose durchgeführt werden.
Der Einsatz konnte nach mehreren Stunden gegen 21.50 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Er erforderte ein hohes Maß an technischem Können sowie eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Rettungsorganisationen.





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