Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Ab Dienstag, dem 20. Oktober, testet der Südtiroler Sanitätsbetrieb in der Notaufnahme des Krankenhauses Bozen SaniTrack, eine neue Anwendung, die die Begleitung von Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Betreuungspersonen verbessern soll.
Die App SaniTrack bietet den Nutzerinnen und Nutzern einfache und aktuelle Informationen zu den verschiedenen Phasen der Versorgung in der Notaufnahme: von der Triage über die ärztliche Untersuchung und die diagnostischen Abklärungen bis zum Abschluss des Behandlungsverlaufs. Sie kann ganz einfach durch Scannen des QR-Codes genutzt werden. Diesen erhält die betreute Person mit einem Triage-Code geringerer Dringlichkeit. Die App wurde mit dem Ziel entwickelt, während des Aufenthalts in der Notaufnahme die Information, Orientierung und Kommunikation mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen und/oder Betreuungspersonen zu verbessern. Die Informationen können auch aus der Ferne abgerufen werden. Die App ist über alle mobilen Geräte zugänglich.
Die erwarteten Vorteile
Die App verspricht kurz-, mittel- und langfristig konkrete Vorteile:
- Nachverfolgung des Behandlungsverlaufs in Echtzeit
- Bessere Begleitung für Patientinnen und Patienten sowie Betreuungspersonen, auch wenn diese nicht vor Ort sind, und dadurch weniger Unsicherheit während der Wartezeit
- Entlastung des klinischen Personals durch weniger Rückfragen
- Mehr Datenschutz: Es werden keine Gesundheitsdaten weitergegeben, sondern lediglich der Stand des Behandlungsverlaufs
- Steigerung der wahrgenommenen Qualität der Einrichtung.
Die Erprobung der neuen App beginnt am 20. Oktober in der Notaufnahme des Landeskrankenhauses Bozen. Nach dieser Testphase ist eine mögliche Ausweitung des Dienstes auf die anderen Notaufnahmen des Landes vorgesehen.
„Eine gute Gesundheitsversorgung bedeutet, dass wir nicht nur die medizinische Behandlung sicherstellen, sondern auch die Menschen während des gesamten Behandlungsverlaufs gut zu begleiten und zu informieren. Gerade in der Notaufnahme kann Ungewissheit die Wartezeit zusätzlich belastend machen. Mit SaniTrack schaffen wir mehr Transparenz und stärken die Einbindung der Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig unterstützen wir das Gesundheitspersonal, indem wiederkehrende Informationsfragen reduziert werden können“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
„Innovation betrifft nicht nur die Technologie, sondern auch die Art und Weise, wie wir mit den Patientinnen und Patienten kommunizieren. In der Notaufnahme findet ein wichtiger Teil des Versorgungsprozesses hinter den Kulissen statt und ist für die Wartenden nicht immer sichtbar“, erklärt Dr. Luca Armanaschi, Verwaltungsdirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs. „SaniTrack wurde genau dafür entwickelt, die verschiedenen Phasen des Ablaufs transparenter zu machen: Die Patientinnen und Patienten können den Fortschritt in Echtzeit verfolgen und besser verstehen, was gerade geschieht. Das Ergebnis ist eine stärkere Einbindung der Patientinnen und Patienten, die dadurch zu aktiven Beteiligten ihres eigenen Behandlungsverlaufs werden. Dabei ist wichtig zu betonen, dass die App die Warte- oder Aufenthaltszeiten in der Notaufnahme nicht verkürzt. Sie trägt vielmehr dazu bei, die Wartezeit nachvollziehbarer zu machen und die durch fehlende Informationen verursachte Unsicherheit zu verringern. Ein weiterer Mehrwert besteht darin, Aktualisierungen mit Angehörigen und Vertrauenspersonen zu teilen, die nicht im Krankenhaus anwesend sind. So können sie den Verlauf mitverfolgen und auch dann informiert bleiben, wenn sie nicht vor Ort sind. Wir möchten eine transparentere Organisation fördern, die stärker auf die Erfahrungen der Menschen eingeht und in der die Information während der Wartezeit zu einem festen Bestandteil des Behandlungsverlaufs wird, ohne jemals den direkten Kontakt mit den Gesundheitsfachkräften zu ersetzen“.
Tiziano Garbin, Pflegekoordinator der Notaufnahme in Bozen, ergänzt, dass zu den Zielen dieser neuen App auch gehöre, „den Druck und Stress für das Gesundheitspersonal zu verringern und es bei bestimmten Informationsaufgaben zu unterstützen“.




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