Von: importer
Bei einem Schusswaffenvorfall in der historischen Altstadt von Krakau sind Samstagnachmittag sechs Menschen getötet worden. Außerdem gebe es 15 Verletzte, darunter Polizisten, teilten lokale Behörden mit. Der mutmaßliche Schütze sei von Polizisten “neutralisiert” und in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine Polizeisprecherin sagte, es handle sich um einen polnischen Staatsbürger, der die Tat alleine verübt habe. Ein terroristischer Hintergrund ist vorerst nicht bestätigt.
Der Mann sei gegen 15.00 Uhr “mit einem Auto auf den Hauptmarktplatz von Krakau gerast” und habe “begonnen, wahllos auf Passanten zu schießen”, schilderte die Polizei die Tat. Unter den Verletzten waren laut einer Erklärung der Polizei auch Polizisten. Der bei in- und ausländischen Touristen beliebte Krakauer Hauptmarkt wurde weiträumig abgesperrt.
“Es ist eine Tragödie für Krakau, wir haben so etwas noch nie erlebt”, sagte eine Augenzeugin. Die im Süden des Landes gelegene Stadt war einst die Hauptstadt Polens. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben der Stadtverwaltung rund 16,2 Millionen Besucher.
Angreifer feuerte auch auf einschreitende Polizisten
“Ein Mann ist mit einem Auto auf den Hauptmarktplatz von Krakau gerast und hat begonnen, wahllos auf Passanten zu schießen”, schilderte ein Polizeisprecher das Tatgeschehen. Der Tatverdächtige sei “neutralisiert” worden, nachdem es zu einem Schusswechsel mit der Polizei gekommen sei.
Der Mann habe sich zunächst nicht ergeben, sondern auf einschreitende Beamte gefeuert. Zwei Polizisten wurden dabei verletzt. Auf Facebook verbreiteten sich Videos, die zeigen, wie der verletzt am Boden liegende, mit einer Art Militäruniform und einem Helm bekleidete Tatverdächtige von der Polizei überwältigt wird.
Tusk spricht von einem “tragischen” Vorfall
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk schrieb im Onlinedienst X von einem “tragischen” Vorfall. Er werde fortlaufend vom Innenminister unterrichtet. Der polnische Präsident Karol Nawrocki erklärte, seine Gedanken seien bei den Opfern, den Angehörigen und allen betroffenen Familien.
Justizminister Waldemar Zurek schrieb auf X, “Staatsanwälte, Polizei und alle zuständigen Dienste” seien “am Tatort im Einsatz”. Die Behörden würden “sicherstellen, dass der Täter dieses Verbrechens voll zur Rechenschaft gezogen und streng bestraft wird”. Angaben zu möglichen Motiven des Schützen machte die Polizei zunächst nicht.
Polens konservativ-nationalistischer Präsident Karol Nawrocki erklärte bei X, er sei “extrem beunruhigt” und stehe “in Kontakt mit den zuständigen Behörden”. Er warte auf eine “vollständige Erklärung der Umstände dieser dramatischen Ereignisse”.
Schusswaffenangriffe selten
Schusswaffenangriffe sind in Polen selten. Das Land war in erhöhter Alarmbereitschaft, nachdem es im Oktober eine Serie von Messerangriffen gegeben hatte, die Tusk damals als Teil eines “Kults der Gewalt” verurteilt hatte, der sich in Online-Netzwerken verbreitet hatte.




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