Von: Matthias Knapp
Ritten – Nach dem Stadelbrand am Vogelhauserhof in Lengstein am Ritten fehlt von Hofbesitzer Tobias Unterhofer nach wie vor jede Spur. Während die Familie die Hoffnung nicht aufgibt, dass der 43-jährige Landwirt noch am Leben sein könnte, will die Bozner Staatsanwaltschaft nun die Liste der Telefongespräche des Mannes unter die Lupe nehmen.
Wie berichtet, hat sich der Großbrand am 23. September ereignet. Nicht nur der Stadel wurde vollständig zerstört, sondern bei dem Brand sind auch rund 3.000 Geflügeltiere den Flammen zum Opfer gefallen.
Ein Hinweis, wo der 43-Jährige verblieben ist, konnte beim Absuchen des Brandorts jedoch nicht sichergestellt werden. Obwohl es sich um einen Großbrand handelte, hätten die Temperaturen Experten zufolge nicht ausgereicht, um sämtliche Spuren einer Person zu vernichten, die möglicherweise im brennenden Gebäude in der Falle saß.
Unterdessen konnte im letzten Bericht der Feuerwehr die Brandursache noch immer nicht eindeutig bestimmt werden. Trotzdem werden die Ermittlungen fortgesetzt. Auch Unterhofers Angehörige könnten neue Gutachter beauftragen, die die Brandstelle untersuchen, berichtet die Zeitung Alto Adige.
Die Staatsanwaltschaft will nun den Verlauf der Telefongespräche des 43-Jährigen unter die Lupe nehmen – einschließlich eingehender und unbeantworteter Anrufe – sowie die Einwahldaten in die Funkzellen des Mobilfunknetzes auswerten. Dies könnte wertvolle Hinweise liefern, um die letzten Bewegungen des Landwirts zu rekonstruieren, das Suchgebiet einzugrenzen und zu überprüfen, ob sich sein Mobiltelefon in den für die Ermittlungen relevanten Bereichen befand.




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