Von: Sophia Molitor
Bozen – Windenmanöver, Einsätze bei Tag und Nacht und herausfordernde Wetterbedingungen: Eine Woche lang hat ein Filmteam im Auftrag des ZDF die Crew des Pelikan 1 begleitet und ihren spannenden Alltag in der HELI – Flugrettung Südtirol dokumentiert. Entstanden ist die vierteilige Reportage „Rettung in den Alpen“, die ab heute vollständig in der ZDF-Mediathek zu sehen ist.
Vom 19. bis zum 23. Oktober werden zudem rund 15-minütige Ausschnitte im ZDF-Mittagsmagazin ausgestrahlt. Die Reportage zeigt eindrucksvoll, wie anspruchsvoll Rettungseinsätze im alpinen Gelände sind. Besonders spektakulär sind die Aufnahmen von den nächtlichen Einsätzen des Pelikan 1 und von den Windenmanövern, bei denen die Flugretter aus dem Notarzthubschrauber abgeseilt werden.
Herausforderungen birgt aber jeder Flug. Neben wechselnden Wetterbedingungen muss die Crew auch mögliche Luftfahrthindernisse wie Leitungen und Kabel im Blick behalten, die aus der Luft oft nur schwer zu erkennen sind. Hilfreich ist dabei die Meldepflicht für bestimmte Luftfahrthindernisse. „Seit Luftfahrthindernisse offiziell gemeldet werden müssen, sind die Flüge ein Stück sicherer geworden“, erklärt Stefan Viehweider, Direktor der HELI – Flugrettung Südtirol, „Die Pelikan-Crew kann dadurch beispielsweise den Verlauf von Kabeln in einem bestimmten Gebiet schnell abrufen und auf diese sicher reagieren.“
Wertvolle Einblicke liefert die Reportage auch in die medizinische Versorgung: Erstmals konnte ein Rettungseinsatz vom eingehenden Notruf bis zur Behandlung in der Notaufnahme des Landeskrankenhauses Bozen durchgehend begleitet werden. „Damit wird detailliert gezeigt, wie die Notfallmedizin in Südtirol abläuft und wie die Rettungsorganisationen und Krankenhäuser im Südtiroler Sanitätsbetrieb Hand in Hand arbeiten, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen“, betont Marc Kaufmann, Leiter der Abteilung für Notfall-, Anästhesie und Intensivmedizin in Bozen. Neben der Technik und den spektakulären Bildern beeindruckt vor allem das Zusammenspiel der Crew. Flugrettungsarzt, Flugretter, Pilot und Techniker arbeiten eng zusammen und müssen sich auch in kritischen Situationen blind aufeinander verlassen können.
Dafür braucht es eine fundierte Spezialausbildung, viel Erfahrung und die Fähigkeit, auch auf Unvorhergesehenes schnell und sicher zu reagieren. „Für viele ist die Flugrettung mehr als ein Job – sie ist ein Traumberuf“, bringt es HELI-Präsident Ivo Bonamico auf den Punkt. „Ihre Professionalität, ihr Teamgeist und ihr Engagement können junge Menschen inspirieren, die sich für eine berufliche Zukunft in der Flugrettung interessieren.“




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