Von: Matthias Knapp
Toblach/Prags – Am frühen Mittwochnachmittag hat sich am Seekofel im Pragser Tal ein tragischer Bergunfall ereignet. Ein Wanderer aus Deutschland kam bei einem Absturz auf dem Normalweg ums Leben. Für den Mann gab es keine Rettung mehr.
Gegen 13.50 Uhr gingen bei der Notrufzentrale mehrere Anrufe von Augenzeugen ein. Andere Bergsteiger, die sich unterhalb des Seekofels aufhielten, hatten beobachtet, wie eine Person den steilen Hang hinabstürzte. Auch die Wirtin einer nahegelegenen Schutzhütte bestätigte den Vorfall, wie Alto Adige online berichtet.
Da der genaue Unfallort in dem unwegsamen Grenzgebiet zwischen Südtirol und Belluno zunächst unklar war, wurde umgehend ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Neben Bergrettern der Finanzpolizei und Einsatzkräften der Bergrettung von Cortina flog der Notarzthubschrauber aus Pieve di Cadore die Einsatzstelle an.
Absturz auf der Seite des Pragser Wildsees
Ein weiterer Anruf brachte schließlich die entscheidende Gewissheit und verengte das Suchgebiet. Der deutsche Tourist war demnach auf der Nordseite des Berges – auf dem Gemeindegebiet von Prags in Richtung Pragser Wildsee rund 50 Meter tief in eine Senke gestürzt.
Die Hubschrauberbesatzung konnte den Verunglückten schließlich auf einem Geröllfeld ausfindig machen. Der Notarzt und ein Bergretter wurden per Winde direkt beim Absturzopfer abgeseilt. Den Rettungskräften bot sich jedoch ein trauriges Bild: Der Mann hatte durch den tiefen Fall tödliche Verletzungen erlitten, für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Nach der behördlichen Freigabe durch die Staatsanwaltschaft wurde der Leichnam per Hubschrauber geborgen und nach Toblach geflogen, wo er der Finanzpolizei übergeben wurde.




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