Von: importer
Zwei Menschen sind am Sonntag auf der deutschen Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu gestorben, als ihr Reisebus von der Fahrbahn abkam und umkippte. Zahlreiche weitere Menschen der philippinischen Reisegruppe kamen zu Schaden, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sagte. Von acht Schwerverletzten sei eine Person in kritischem Zustand, hieß es. Genauere Angaben zur Identität der Opfer waren zunächst nicht bekannt. Die Rede war von etwa 25 Leichtverletzten.
Der Reisebus eines italienischen Unternehmens war am Sonntag gegen 6.00 Uhr in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Er kippte am Fahrbahnrand um und blieb neben einer Mulde an der Autobahn liegen.
Nach ersten Erkenntnissen war der Bus von Zürich nach Mailand unterwegs. Allerdings liegt der Unfallort weit weg von der direkten Route an der Autobahn Richtung München, wo derzeit das Oktoberfest stattfindet. Ob die Gruppe einen Abstecher zur Wiesn geplant hatte, blieb zunächst unklar.
Voll besetzter Reisebus
“Das war ein voll besetzter Reisebus”, schilderte die Polizeisprecherin. Etwa 40 bis 50 Menschen seien an Bord gewesen, sie hätten alle die philippinische Staatsangehörigkeit. Ob der Busfahrer dazu zählt, blieb zunächst, genauso wie weitere Details, unklar. Die beiden Gestorbenen waren Insassen des Busses. Der Busfahrer sei nicht unter ihnen, ergänzte die Sprecherin.
“Jetzt steht die Rettung im Vordergrund, die Versorgung der Personen, die da verunglückt sind”, betonte die Sprecherin am Vormittag. Für die Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz. Der Grund für den Unfall blieb unklar, ein unfallanalytisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben.
Immer wieder Unfälle mit Bussen
Unfälle mit Reisebussen sind immer wieder besonders dramatisch: Erst kürzlich starben fünf Menschen bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz. Drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am 10. September berichtete.
Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) wurden am 6. September nach Polizeiangaben 30 Menschen verletzt – 15 von ihnen saßen in einem Reisebus, sie erlitten leichte Verletzungen.




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