Zu den gefährlichen Szenen kam es im Koralmtunnel

“Trainsurfer” nach Vorfall in Koralmtunnel ausgeforscht

Mittwoch, 22. Juli 2026 | 12:10 Uhr

Von: apa

Nach einem lebensgefährlichen Vorfall mit “Trainsurfern” am Samstagabend, bei dem drei Personen außen auf einem Zug der Koralmbahn mitgefahren sein sollen, hat die Polizei in Kärnten nun einen Tatverdächtigen ausgeforscht. Der 19-jährige Wiener wird angezeigt, außerdem erwartet ihn eine saftige Rechnung – immerhin hatte der Koralmtunnel stundenlang gesperrt werden müssen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Am Samstag hatten gegen 17.30 Uhr Augenzeugen die Polizei verständigt, nachdem am Bahnhof Kühnsdorf mehrere Jugendliche auf das Dach eines bereits in Richtung Graz fahrenden Zuges gestiegen waren. Als eine Polizeistreife den nächsten Bahnhof in St. Paul im Lavanttal erreichte, hatte der Zug diesen bereits passiert, weshalb er im Koralmtunnel in einer Nothaltestelle angehalten wurde. Mitarbeiter der ÖBB beobachteten kurz darauf, wie zwei Jugendliche den Tunnel auf Kärntner Seite verließen. Weil man nicht ausschließen konnte, dass noch jemand im Tunnel war, wurde die Bahnstrecke um 19.25 Uhr in beide Richtungen gesperrt und mit Hilfe der Videoüberwachung und des Sicherheitspersonals abgesucht. Erst gegen 22.00 Uhr konnte die Sperre aufgehoben werden.

Am Dienstag erhielt die Polizei schließlich einen anonymen Hinweis – dadurch und durch die Auswertung der hochauflösenden Videoüberwachung der ÖBB wurde schließlich einer der drei Tatverdächtigen, ein 19-jähriger Mann aus Wien, ausgeforscht und einvernommen. Der 19-Jährige soll durch sein Verhalten die körperliche Sicherheit mehrerer Personen gefährdet haben. Er wird angezeigt, außerdem werden ihm die Kosten des gesamten Polizeieinsatzes verrechnet. Nach den beiden anderen “Trainsurfern” wird noch gesucht.

Kommentare

Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen