Drama im Trentino

Basejumper klammert sich nach Absturz an Felsen fest

Samstag, 10. Oktober 2026 | 12:02 Uhr

Von: Matthias Knapp

Trient – Riesiges Glück im Unglück hatte ein Basejumper im Trentino: Der 38-jährige Extremsportler, der in Apulien geboren ist, hat am Freitagmorgen bei einem Sprung vom Monte Brento die Kontrolle über seinen Wingsuit verloren. Er blieb rund 300 Meter über dem Fuß des Bergers in einer besonders gefährlichen Zone an der Felswand hängen.

Dank eines hochkomplexen Einsatzes der Trentiner Bergrettung konnte der Mann sicher ins Tal gebracht werden. Wie durch ein Wunder war er völlig unverletzt geblieben.

Dass der Sturz nicht tödlich endete, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken: Ein Flügel seines Anzugs verfing sich in einem Felssporn. Dadurch gelang es dem Sportler, auf einem schmalen Felsband zumindest teilweise Halt zu finden und dort auf Hilfe zu warten.

Die Annäherung an die Steilwand gestaltete sich für die Rettungskräfte als äußerst schwierig. Ein in Mattarello gestarteter Hubschrauber flog zwei Bergretter an die Stelle heran, die oberhalb des Basejumpers mittels Seilwinde abgesetzt wurden.

Dies war als Vorsichtsmaßnahme notwendig, damit der Abwind des Rotors den Wingsuit des Basejumpers nicht erneut erfasste und aufblähte, was einen Absturz zur Folge gehabt hätte.

Von ihrem Standort aus seilten sich die Einsatzkräfte rund 60 Meter ab und legten Seile 30 Meter quer. So gelangten die Retter schließlich zu dem Mann und brachten ihn wohlbehalten in Sicherheit.

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