Bergrettung warnt vor Stürzen und Orientierungsverlust

Italien: Pilze suchen kann gefährlich sein

Sonntag, 11. Oktober 2026 | 15:20 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Brescia – Rutschige Hänge, verlorene Orientierung und ungeeignete Ausrüstung bringen Pilzsucher in Norditalien immer wieder in Not. Die italienische Bergrettung im verzeichnete zuletzt zahlreiche Einsätze und appelliert nun zu mehr Vorsicht.

Die Pilzsuche kann in den Bergen schnell gefährlich werden. In den vergangenen Wochen musste die Bergrettung mehrfach Menschen aus schwierigen Situationen befreien. Besonders steile Hänge, rutschiger Untergrund und dichte Vegetation erhöhen das Unfallrisiko – vor allem, wenn Pilzsucher die markierten Wege verlassen.

Die Retter raten deshalb, Touren sorgfältig zu planen, das Wetter zu prüfen und die eigenen körperlichen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Wichtig sind feste Bergschuhe mit gutem Profil, gut sichtbare Kleidung, ausreichend Wasser und Verpflegung sowie ein aufgeladenes Handy und eine Stirnlampe. Zudem sollte eine Vertrauensperson über Route und geplante Rückkehr informiert werden.

Im Notfall die 112 wählen

Da in abgelegenen Gebieten der Handyempfang oft eingeschränkt ist, empfiehlt die Bergrettung, sich bereits vor der Tour mit den Notfall-Apps „112 Where Are U“ und „GeoResQ“ vertraut zu machen. Im Ernstfall gilt: die Notrufnummer 112 wählen und den Anweisungen der Leitstelle folgen.

Mit der Broschüre „Sicuri a cercar funghi“ informiert die Bergrettung über Gefahren und vorbeugende Maßnahmen. Sie ist auf der Website sicurinmontagna.it abrufbar.

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