Von: importer
Papst Leo XIV. hat am Samstagnachmittag die Gemelli-Poliklinik in Rom verlassen, in der er seit Dienstag eingeliefert war. Der 71-jährige schien in guter Verfassung. Dem Papst war am vergangenen Dienstag ein Krebstumor aus der Lunge entfernt worden. Er will das Angelusgebet am morgigen Sonntagmittag bereits vom Apostolischen Palast aus sprechen.
Der Papst verließ in Begleitung seiner engsten Mitarbeiter und der Ärzte, die ihn behandelt haben, das Krankenhaus. Dabei grüßte er lächelnd Patienten des Krankenhauses, die auf ihn warteten und ihm zujubelten. So begrüßte der Papst eine 13-jährige ukrainische Krebspatientin, die von ihrer Familie begleitet wurde. Die junge Frau und der Papst wechselten einige Worte. Der Papst sprach dem Mädchen Mut zu und spendete ihr seinen Segen. Danach verließ er das Krankenhaus in Richtung Vatikan in Begleitung seines Leibarztes Luigi Carbone.
Ergebnisse histologischer Untersuchungen noch ausständig
“Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, der heute früh durchgeführten Röntgenuntersuchung des Brustkorbs und des klinischen Gesamtzustands wurde der Heilige Vater als ausreichend gesund für die Entlassung aus dem Krankenhaus eingestuft”, teilten die Ärzte mit.
Am vergangenen Sonntag hatte der Pontifex überraschend angekündigt, dass er sich wegen eines Knotens in der Lunge im frühen Stadium einer Operation unterziehen müsse. Der bösartige Tumor wurde anschließend als Adenokarzinom identifiziert. Besondere medizinische Vorkehrungen seien nicht erforderlich, teilten Vatikanquellen mit. Eine Pressekonferenz der behandelnden Ärzte werde es vor der Entlassung nicht geben, teilte der Vatikan mit. Die Ergebnisse histologischer Untersuchungen, die etwa einen Befall von Lymphknoten nachweisen könnten, standen bis dato noch aus.
Anzeichen für geplante Südamerikareise
Unterdessen gibt es gewisse Anzeichen, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche die Absicht hat, seine geplante Südamerikareise anzutreten. Freitagmittag wurde im vatikanischen Pressezentrum die Liste der gut 80 Journalisten ausgehängt, die sich um die Begleitung im Papstflieger beworben hatten. Auf dem Reiseprogramm stehen vom 6. bis 17. November die Länder Uruguay, Argentinien und Peru. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher jedoch nicht.
Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella übermittelte dem Papst seine besten Wünsche für eine ruhige Genesungszeit im Namen ganz Italiens und persönlich. In einer Botschaft an den Papst schrieb Mattarella, er schließe sich erneut den zahlreichen Bekundungen der Anteilnahme und Zuneigung an, die dem Pontifex von einfachen Bürgern und politischen Führungspersönlichkeiten aus zahlreichen Ländern entgegengebracht worden seien.




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