Von: Lukas Unterkofler
Noch hält das Hochdruckgebiet Italien auf Herbstkurs mit angezogener Handbremse. Ab Dienstag, 20. Oktober, bringen neue Tiefdruckgebiete Regen und Gewitter – zum Monatsende könnte es deutlich kühler werden. In den Alpen kündigt sich Schnee an.
Der goldene Oktober bekommt zunehmend Risse: Während Italien zunächst noch von mildem und vielfach sonnigem Wetter profitiert, deutet sich für die kommende Woche ein deutlicher Wetterumschwung an. Mehrere Tiefdruckgebiete aus dem westlichen Mittelmeerraum sollen Regen, örtlich kräftige Schauer und Gewitter bringen. Gleichzeitig sinken die Temperaturen allmählich. Damit hält der Herbst zunehmend Einzug – und auch in den Alpen könnte die Schneefallgrenze deutlich nach unten wandern, berichtet Meteo Giornale.it.
Zunächst bleibt es mild, dann ziehen Wolken auf
Bis zum Wochenende bestimmt ein Hochdruckgebiet über Europa das Wetter in weiten Teilen Italiens. Die Temperaturen liegen mit Höchstwerten zwischen 18 und 25 Grad vielerorts über dem jahreszeitlichen Durchschnitt. In den Morgenstunden können sich in den Tälern und an den Küsten Nebelfelder bilden.
Ab Samstag und Sonntag machen sich im Nordwesten Italiens, in Ligurien und auf Sardinien erste Wolken bemerkbar. Vereinzelt ist etwas Regen möglich, insgesamt bleibt es aber vielerorts noch trocken. Am Montag, 19. Oktober, nimmt die Bewölkung vor allem entlang der tyrrhenischen Küste zu. Südliche Winde können die Temperaturen vorübergehend sogar noch etwas steigen lassen.
Ab Dienstag wird der Regenschirm zum Begleiter
Ab Dienstag, 20. Oktober, dürfte sich die Wetterlage spürbar verändern. Ein Tiefdruckgebiet über dem westlichen Mittelmeer soll zunächst Sardinien und Korsika erfassen und anschließend Regen in die Regionen entlang der tyrrhenischen Küste bringen. Der Mittwoch könnte besonders nass werden: Für Ligurien, die Toskana, Latium, Kampanien, Kalabrien und Teile Siziliens werden kräftige Niederschläge und örtliche Gewitter erwartet.
Am Donnerstag verlagert sich das Tief voraussichtlich weiter Richtung Süditalien und Ionisches Meer. Vor allem in Kalabrien, Apulien und der Basilikata bleibt es unbeständig. Im Norden könnte sich das Wetter zwischenzeitlich beruhigen. Allerdings ist noch unsicher, ob gegen Freitag und Samstag eine weitere Störung über Norditalien hinwegzieht. In diesem Fall wären auch Niederschläge und Schneefall in den Alpen oberhalb von etwa 1.800 bis 2.000 Metern möglich.
Zum Monatsende wird es deutlich kühler
Auch das letzte Oktoberwochenende könnte wechselhaft ausfallen. Nach aktuellen Modellberechnungen könnte kühlere Luft aus Nordeuropa ein neues Tief über dem Golf von Genua begünstigen. Für Mittel- und Norditalien wären dann weitere Regenfälle möglich, während es entlang der tyrrhenischen Küste zu Schauern kommen könnte. In den Alpen könnte die Schneefallgrenze auf etwa 1.500 Meter sinken.
Mit der Abkühlung dürften auch die Höchsttemperaturen zurückgehen. Im Norden Italiens wären dann nur noch 15 bis 16 Grad zu erwarten, im Süden rund 20 Grad. Damit würden sich die Werte wieder stärker den für Ende Oktober üblichen Temperaturen annähern.
Ab Montag, 26. Oktober, könnte sich der Hochdruckeinfluss vorübergehend wieder verstärken. Wie sich das Wetter in den letzten Oktobertagen entwickelt, ist allerdings noch offen: Während das europäische Wettermodell eher trockenes Wetter signalisiert, berechnet das amerikanische Modell eine weitere Regenfront für Norditalien. Vor allem für Ligurien, das Piemont und die Lombardei wäre dann erneut kräftiger Regen möglich.




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