Leitfaden erarbeitet

Angst und sozialer Rückzug in der Schule: Politik reagiert

Montag, 28. September 2026 | 15:10 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Schulangst, sozialer Rückzug, soziale Phobien: Viele junge Menschen fühlen sich in ihrem schulischen Umfeld unwohl. Dies zeigen Daten der psychosozialen Beratungsstellen der Italienischen Bildungsdirektion. Um dem frühzeitig entgegenzutreten hat die Bildungsdirektion in Zusammenarbeit mit dem Dienst für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Südtiroler Sanitätsbetriebes einen Leitfaden erarbeitet, mit praktischen Hinweisen für Lehrpersonen der Mittel- und Oberschulen.

Bei der Vorstellung am 28. September sagte Bildungslandesrat Marco Galateo: “Die Schule muss ein Ort sein, an dem sich jedes Kind und jede und jeder Jugendliche willkommen, verstanden und unterstützt fühlt. Die Leitlinien sollen dazu beitragen, das psychische Wohlbefinden zu fördern und Schulabbruch oder sozialer Rückzug zu verhindern.” Laut Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta solle das Dokument dazu beitragen, frühzeitig die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu stärken.

“Die Leitlinien zeigen auf, wie ein angstfreies Klima in der Klasse gefördert und wie erste Warnzeichen eines psychischen Unwohlseins erkannt werden können”, erklärte Primarin Donatella Archangeli, die Leiterin des Dienstes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,  bei der Vorstellung. Bei erhöhter Vulnerabilität sind individuelle Maßnahmen vorgesehen, unter anderem durch einen individuellen Bildungsplan und -vereinbarungen, die mit dem Schüler oder der Schülerin sowie dessen oder deren Familie abgestimmt werde.

Bezirk: Bozen

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