Von: Matthias Knapp
Mendelpass – Mit vereinten Kräften haben der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, die Umweltgruppen Eppan und Kaltern mit Unterstützung der beiden Klimabündnis-Gemeinden Eppan und Kaltern versucht, der Jubiläumsausgabe des Mendelradtages eine besondere Note zu verleihen: Sowohl am Erfrischungsstand in Matschatsch als auf dem Pass wurden in einen kleinen Fotogalerie Erinnerungen an vergangene Ausgaben wachgerufen, durch die richtige Beantwortung von Quizfragen konnten kleine Preise gewonnen werden, es gab Geburtstagskuchen und die beliebte Gruppe Titlà sorgte für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung. So ist das Geburtstagsfest sehr gelungen. Die Sonne hat das Ihre dazu beigetragen, die 4429 Radlerinnen und Radler aller Altersstufen fröhlich zu stimmen.
Der Mendelradtag findet jährlich im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche statt. Während dieser Mobilitätswoche finden europaweit verschiedene Mobilitäts-Veranstaltungen statt, die Menschen erleben lassen, wie einfach es ist, zugunsten umweltfreundlicher Alternativen auf das Auto zu verzichten. Diesen Gedanken stellen auch die Umwelt-Organisationen und die Klimabündnisgemeinden Eppan und Kaltern als Organisatoren des „Autofreien Radtag auf die Mendel“ in den Mittelpunkt. Der große Zulauf heuer zeige, dass die Botschaft von den Menschen auch angenommen werde. Das Radfahren erfreue sich entschieden zunehmender Beliebtheit.
Der Mendelradtag will auch sichtbar und klar die immer mehr zur Plage werdende Passstraßenproblematik aufzeigen. „Es ist endlich an der Zeit, den zunehmenden motorisierten Verkehr über unsere Passstraßen für den motorisierten Verkehr drastisch einzuschränken, in ganz Südtirol und nicht nur in den Dolomiten!“, erklären die Organisatoren. So könne nachhaltiger Verkehr wie das Radfahren noch mehr gefördert werden. Es gehe aber auch um die Erhaltung von naturnahem Lebensraum für Menschen, die Ruhe und Erholung abseits vom Alltag suchen, um den Schutz von Fauna und Flora, und nicht zuletzt um den Schutz des Klimas.
„Denn wir wissen ganz genau, dass der motorisierte, stetig wachsende, Verkehr 40 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase verursacht. Es kann nicht sein, dass unsere Pässe als Spielwiese für PS-schwere Motorräder, Sport und Rennwagen benutzt werden. Dem muss entschieden und mit aller Tatkraft ein Ende gesetzt werden! Wir fordern von der Politik endlich mutige und zukunftsfähige Entscheidungen, denn effizienter Klimaschutz ist dringender denn je“, sagt Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz. Verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Passstraßen seien zwar angekündigt worden. „Umgesetzt wurde bisher nicht eine einzige!“, schließt Ladinser ab. Damit das endlich passiert, sind 4429 Radbegeisterte auf die Mendel geradelt. „Wir hoffen, die Botschaft kommt an!“, betonen die Organisatoren.
Auf den Pass geradelt sind auch Eppans Bürgermeister Lorenz Ebner und der für Mobilität zuständige Referent der Gemeinde Kaltern, Lukas Luggin. Beide haben hervorgehoben, dass der Mendelradtag ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität und ein Symbol dafür sei, „dass man die Autos von den Passstraßen möglichst wegbekommen soll, sodass wir unsere Berge und Pässe wieder mehr für die Menschen haben.“




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