Von: Matthias Knapp
Bozen – Nach Auskunft der Abteilung für Vermögen und Wirtschaft vom 2. April 2026 in der Gemeinde Bozen sind in Sachen Otto-Huber-Kaserne „die urbanistischen Vorarbeiten und diesbezüglichen Überlegungen für die künftige Nutzung bei den zuständigen Ämtern der Gemeindeverwaltung bereits im Gange“. Dies begrüßt der Gemeinderat der Grünen Rudi Benedikter.
„Erfreulich ist, dass die Gemeinde jetzt schon planerisch aktiv ist, um dann beim formellen Übergang der Kaserne an das Land Mitte 2028 ausgereifte Planungsideen und eventuell auch schon einen Durchführungsplan zu haben. Denn auf dem Areal und aus dem Bestand der Huber-Kaserne – insgesamt ca. 1,5 ha – können mindestens 450 Wohnungen gewonnen werden“, erklärt Benedikter.
Planen sollte man seiner Ansicht nach jedenfalls eine ausgewogene Mischung an Nutzungen: Aufgeteilt zwischen Mietwohnungen, konventionierten und anderen Varianten des geförderten Wohnbaus, innovative Wohnkonzepte (Beispiel Kleinwohnung „KUBO“), Gastronomie, „Co-working-spaces“, Seniorenwohnungen, eine Kita, soziale Treffpunkte – alles eingebettet in öffentliches Grün.
„Natürlich muss die Planung einer solchen Siedlung den Vorgaben des Klimaschutzes auf allen Ebenen folgen, bei Bauweise, Energieversorgung, Verkehrsanbindung usw.: über den Klimaplan des Landes Südtirol, zu den speziellen Regeln Bozens als ‚Klimagemeinde Gold‘, bis hin zu den Leitlinien des Bozner Grün-Raum-Planes und des ‚Nachhaltigen Verkehrsplanes‘“, erklärt Benedikter.
Seine Anfrage an den Stadtrat lautet: „Gedenkt die Gemeindeverwaltung – im Sinne ihrer urbanistische Planungshoheit und im Rahmen der laufenden ‚urbanistischen Vorarbeiten‘ – einen städtebaulichen Ideenwettbewerb auszuschreiben? Könnte das Verfahren beim Projekt Mercanti-Kaserne Eppan als Beispiel dienen, wo ein „Rat von Bürgerinnen und Bürgern“ die städtebauliche Planung partizipativ begleitet hat?“, fragt Benedikter.
Vizebürgermeister Stephan Konder erklärt in seiner Antwort, dass die zuständigen Ämter der Abteilung für Raumordnung und Raumentwicklung das Vorhaben für die Umnutzung des Areals der heutigen Huber-Kaserne bereits aufgenommen hätten.
„Für die weitere Entwicklung des Areals ist voraussichtlich die Durchführung eines Planungswettbewerbs vorgesehen, auf dessen Grundlage in weiterer Folge der erforderliche Durchführungsplan erarbeitet werden kann. Die konkreten Inhalte sowie der weitere Zeitplan werden in den kommenden Monaten ausgearbeitet und festgelegt“, erklärt Konder.
Zudem bedankt er sich für den Hinweis auf die derzeit laufenden Planungen für die „Mercanti-Kaserne“ in Eppan. „Zu diesem Thema stehen wir bereits seit dem Frühjahr 2026
in Kontakt mit den Verantwortlichen und haben hierzu auch einen Informationsaustausch vor Ort durchgeführt“, so Konder in seiner Antwort.




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