Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Der Lieferverkehr in der Bozner Innenstadt sorgt erneut für Diskussionen. Gemeinderat Rudi Benedikter (Grüne) fordert von Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser Auskunft darüber, wann die seit Jahren geplanten City-Logistik-Hubs umgesetzt werden sollen.
Benedikter verweist in einer Anfrage an den Gemeinderat auf den tödlichen Unfall der kleinen Jamila vor dem Waltherpark. Der Fall habe aus seiner Sicht gezeigt, dass die Warenzulieferung und Paketzustellung in der Fußgängerzone neu organisiert werden müsse. Neben einer besseren Kontrolle des Verkehrs fordert er vor allem die Umsetzung des bereits geplanten Logistikkonzepts.
Die Gemeinde plant laut Benedikter spätestens seit dem PUMS, dem städtischen Plan für nachhaltige Mobilität von März 2022, sogenannte City-Logistik-Sammelstellen. Waren sollen dabei an zentralen Umschlagplätzen am Rand des Stadtzentrums gebündelt und anschließend über Abholstationen wie sogenannte „Locker“ oder „Fermopoint“-Punkte verteilt werden. Ziel sei es, den Lieferverkehr in der Altstadt zu reduzieren.
Nach Ansicht des Grünen-Gemeinderats ist dieses Konzept bislang jedoch weitgehend nicht umgesetzt. Der tägliche Zustellverkehr in der Innenstadt, insbesondere am Vormittag, zeige dies. Benedikter kritisiert, dass weder die frühere Stadtregierung unter Bürgermeister Renzo Caramaschi noch die aktuelle Verwaltung unter Bürgermeister Claudio Corrarati das Vorhaben ausreichend vorangebracht hätten.
Seine konkrete Frage an Mobilitätsstadträtin Ramoser lautet daher: Wann werden die zentrumsnahen Sammel- und Umschlagstellen nach dem Konzept der City-Logistik-Hubs tatsächlich eingerichtet?




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