EU-Förderprogramme Interreg und EFRE für sichere und grenzüberschreitender Radwege

Bozner Radtag: Auch Europa tritt für sanfte Mobilität in die Pedale

Montag, 21. September 2026 | 11:04 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Am 27. September wird in der Landeshauptstadt Bozen wieder geradelt – anlässlich des 30. Radtags bleibt der motorisierte Verkehr stehen. Wie sehr auch die EU dazu beigetragen hat, die Radmobilität in und rund um Südtirol zu stärken, veranschaulicht ein Stand des Informationszentrums Europe Direct auf dem Waltherplatz. “Nachhaltige Mobilität ist ein zentraler Baustein der Klimapolitik der EU. Am Infostand. Am Infostand wird verdeutlicht, wie sehr über die EU-Programme Interreg Italien-Österreich und das EFRE-Programm in den Ausbau und die Sicherheit der Radwege investiert wird”, betont Europa-Landesrätin Magdalena Amhof.

Interreg verbindet Menschen sanft und nachhaltig – über die Grenzen hinweg

Allein im Kooperationsprogramm Interreg Italien-Österreich sind in den Förderperioden 2014 bis 2020 sowie 2021 bis 2027 bisher insgesamt 27 Projekte mit Radbezug durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert worden.

“Wer heute in Südtirol mit dem Fahrrad unterwegs ist, profitiert vielfach von Projekten, die durch europäische Fördermittel ermöglicht wurden. Die Europäische Union unterstützt nicht nur den Ausbau moderner und sicherer Radwege, sondern schafft auch Verbindungen über Landesgrenzen hinweg und fördert eine nachhaltige Mobilität im Alltag wie im Tourismus. Die zahlreichen Interreg- und EFRE-Projekte zeigen, wie europäische Zusammenarbeit ganz konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort bewirkt und den Umstieg auf das Fahrrad attraktiver macht”, betont Europa-Landesrätin Magdalena Amhof.

Was das Interreg Italien-Österreich-Programm betrifft, liege der Fokus darauf, im Grenzraum Hürden abzubauen, um eine durchgehende, qualitativ hochwertige Fahrradinfrastruktur zwischen den beteiligten Regionen zu schaffen, erklärt Martha Gärber, die Direktorin der Abteilung Europa. Auch der touristischen und intermodalen Vernetzung kommt in diesem Programm  größere Bedeutung zu. Die geförderten Initiativen reichen von der Schließung von Radweglücken bis zur Instandsetzung historischer Routen, über den Aufbau grenzüberschreitender E-Bike-Verleihsysteme bis hin zur Förderung der Intermodalität.

Von der alten Römerstraße bis zum Themenweg zwischen Kärnten und Friaul

Ein anschauliches Beispiel für die Aufwertung historischer Strecken liefert etwa die alte Römerstraße Claudia Augusta. Durch die Projekte TR_MOBIL und HEREDITAS wurden hier nicht nur bauliche Maßnahmen für den Radverkehr realisiert, sondern die Route wurde auch durch virtuelle Museen touristisch neu in Szene gesetzt. Ähnlich verhält es sich in der Brennerregion: Dort machten die Initiativen Biketrail und CLLD Olperer historische Grenzstrukturen für den Radtourismus erfahrbar. In der aktuellen Förderperiode werden im Rahmen des Projekts ULRICH drei grenzüberschreitende Themenradwege zwischen Kärnten und Friaul umgesetzt. Das Projekt EMOTIONWay förderte hingegen die Intermodalität im alpinen Raum.

Schnelle Verbindungen und sichere Alltagsradwege sind Fokus des EFRE-Programms

“Was hingegen den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) anbelangt, liegt der Fokus auf Fahrradschnellverbindungen und Alltagsradwegen, um den Pendlerströmen in den städtischen Zentren Vorrang einzuräumen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen”, berichtet Peter Gamper, der Direktor des Amtes für Europäische Integration.  Hier wurden unter anderem Projekte wie der Radweg in der Cadorna- und Kasernen-Straße in Meran, die  Radwegverbindung Algund–Meran (Alte Landstraße), die Radwegunterführung Pontives im Grödner Tal sowie die großflächige Beleuchtung der wichtigen Alltags-Radverbindung Kaltern–Eppan–Bozen verwirklicht.

Bezirk: Bozen

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